Deutschland sagte am Montag, es werde Zivilflugzeuge nach Saudi-Arabien und Oman schicken, um Tausende von Touristen zu evakuieren, die im Nahostkrieg gestrandet seien.
Nach Angaben des Deutschen Reiseverbandes sitzen rund 30.000 Deutsche in der Region fest, seit die USA und Israel am Samstag den Iran erstmals angegriffen haben, was eine Welle iranischer Angriffe in der gesamten Region und darüber hinaus auslöste.
Außenminister Johann Wadephul sagte, Deutschland werde bald Flugzeuge nach Saudi-Arabien und Oman schicken, wo der Luftraum offen bleibe, um mit der Evakuierung einiger der am stärksten gefährdeten Touristen zu beginnen.
„Wir werden für besonders gefährdete Gruppen so schnell wie möglich Flugzeuge nach Riad und Maskat schicken“, sagte er und fügte hinzu, er sei in Gesprächen mit der nationalen Fluggesellschaft Lufthansa, um die Flüge zu organisieren.
„Die Sicherheit unserer Bürger hat für uns oberste Priorität“, sagte Wadephul.
Krisenteams seien nach Maskat, Doha und Dubai entsandt worden, um die Möglichkeit einer Evakuierung der Deutschen aus diesen Orten, auch auf dem Landweg, zu prüfen, fügte er hinzu.
Ein Team der deutschen Botschaft in Kairo sei bei Grenzübertritten aus Israel behilflich, sagte er.
Auf zwei TUI-Kreuzfahrtschiffen in den Vereinigten Arabischen Emiraten und Katar sitzen nach Angaben deutscher Medien rund 5.000 Passagiere fest, mit Berichten über weinende Kinder und allgemeiner Angststimmung.
„Wir durften das Schiff nicht verlassen“, sagte eine Touristin und Polizistin NTV Sender.
„Wir sind gut versorgt, aber ich fühle mich nicht sicher.“
„Aufgrund der weiterhin dynamischen Lage in der Region und eingeschränkter Flugverbindungen stehen wir in engem Kontakt mit den Fluggesellschaften, um eine verlässliche Planung von Rückreisen zu ermöglichen“, hieß es in einer Mitteilung von TUI Cruises.
Am Montag zuvor wurde berichtet, der Außenminister habe erklärt, eine militärische Evakuierung der Deutschen in der Region sei nicht möglich, da die Lufträume rund um die Region gesperrt seien.
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