Close Menu
Meilleur en Suisse
  • Finanzen
  • Panorama
  • Reisen
  • Scheinwerfer
  • Schweiz
  • Sport
  • Technologie
  • Welt
  • Wirtschaft
  • Wissenschaft
  • Zürich
Im Trend
Mindestens zwei Tote und 22 Verwundete im Libanon, während der Iran-Krieg seinen 100. Tag erreicht

Mindestens zwei Tote und 22 Verwundete im Libanon, während der Iran-Krieg seinen 100. Tag erreicht

Juni 7, 2026
In Zahlen: 100 Tage amerikanisch-israelischer Krieg gegen den Iran | US-israelischer Krieg gegen den Iran Nachrichten

In Zahlen: 100 Tage amerikanisch-israelischer Krieg gegen den Iran | US-israelischer Krieg gegen den Iran Nachrichten

Juni 7, 2026
Pochettino sagt, USMNT sei trotz der 1:2-Niederlage gegen Deutschland für die Weltmeisterschaft bereit

Pochettino sagt, USMNT sei trotz der 1:2-Niederlage gegen Deutschland für die Weltmeisterschaft bereit

Juni 7, 2026
Facebook X (Twitter) Instagram
Trendthemen:
  • Feuilleton
  • Gesellschaft
  • Mobilität
  • Panorama
  • Pressemitteilung
  • Scheinwerfer
  • Gaza-Krieg
Login
Facebook X (Twitter) Instagram
Sonntag, Juni 7
Meilleur en Suisse
Abonnieren Verbinden
  • Finanzen
  • Panorama
  • Reisen
  • Scheinwerfer
  • Schweiz
  • Sport
  • Technologie
  • Welt
  • Wirtschaft
  • Wissenschaft
  • Zürich
Meilleur en Suisse
Startseite » Deutschlands neuer Aussenminister Johann Wadephul schraubt in Israel die Erwartungen herunter
Welt

Deutschlands neuer Aussenminister Johann Wadephul schraubt in Israel die Erwartungen herunter

MitarbeiterBy MitarbeiterMai 11, 2025
Share Facebook Twitter Pinterest LinkedIn Telegram Email WhatsApp Copy Link
Deutschlands neuer Aussenminister Johann Wadephul schraubt in Israel die Erwartungen herunter

Israel hatte sich von der neuen deutschen Regierung bedingungslose Unterstützung erwartet. Berlins Chefdiplomat enttäuscht die Netanyahu-Regierung – und steht inhaltlich in der Kontinuität seiner grünen Amtsvorgängerin.

Während Johann Wadephul am Sonntag die Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem am Stadtrand von Jerusalem besucht, setzt sich ein junger Mann mit weissem T-Shirt ans Klavier im Jerusalemer Hauptbahnhof. Er spielt HaTikvah – die israelische Nationalhymne. Um ihn herum laufen Dutzende junge Männer und Frauen mit umgehängtem Sturmgewehr und in olivgrüner Uniform. Sie sind unterwegs zu ihren Einsatzorten.

Optimieren Sie Ihre Browsereinstellungen

NZZ.ch benötigt JavaScript für wichtige Funktionen. Ihr Browser oder Adblocker verhindert dies momentan.

Bitte passen Sie die Einstellungen an.

Die Antrittsvisite des neuen deutschen Aussenministers in Israel kommt zu einem entscheidenden Zeitpunkt: Derzeit werden Zehntausende israelische Reservisten mobilisiert. Israels Regierung hat beschlossen, den Gaza-Krieg massiv auszuweiten und Teile des Küstenstreifens womöglich langfristig zu besetzen. Deutschlands Bundeskanzler Friedrich Merz drückte angesichts dessen und der humanitären Lage im Gazastreifen seine «allergrössten Sorgen» aus.

So wandte sich auch sein Aussenminister Wadephul mit «ehrlichen und sorgenvollen Worten» nach dem Besuch in Yad Vashem an seinen israelischen Amtskollegen Gideon Saar. «Ich bin nicht sicher, ob so alle strategischen Ziele Israels erreicht werden können, ob dies langfristig der Sicherheit Israels dient», sagte Wadephul über die Kämpfe im Gazastreifen. Deutschland appelliere daran, dass Israel wieder ernsthafte Verhandlungen um einen Waffenstillstand führe.

Dann muss der israelische Botschafter auf die Bühne

Gerade für Merz und Wadephul sind diese Töne gegenüber Israel bemerkenswert. So waren es die Christlichdemokraten, die im Wahlkampf der Ampelregierung in Berlin überzogene Israel-Kritik vorwarfen. Kurz nach seinem Wahlsieg lud Merz gemäss einer Mitteilung des Büros von Benjamin Netanyahu den israelischen Regierungschef nach Deutschland ein – obwohl der Internationale Strafgerichtshof einen Haftbefehl gegen Netanyahu erwirkt hat und Deutschland ihn festnehmen müsste, sobald er deutschen Boden betritt.

Israel, das auf der internationalen Bühne immer isolierter ist, sah in der neuen deutschen Regierung einen der wenigen verbliebenen engen Partner – der sich mit Kritik an Israels Kriegsführung zurückhalten würde. Mit seiner ersten Reise ausserhalb von Europa schraubt der neue deutsche Aussenminister diese Erwartungen herunter. Schon der Beginn des öffentlichen Auftritts beider Aussenminister steht unter einem schlechten Stern.

Wegen eines technischen Fehlers kann die Übersetzerin Wadephul nicht verstehen, zunächst wechselt er zum Rednerpult von Gideon Saar, dann wird ihm ein neues Mikrofon gebracht. Als Wadephul zum dritten Mal ansetzt, scheint die Technik immer noch nicht zu funktionieren. Saar zitiert kurzerhand Ron Prosor, Israels Botschafter in Deutschland, auf die Bühne. Prosor flüstert dem Aussenminister als behelfsmässiger Simultanübersetzer die hebräische Übersetzung ins Ohr. «Sonst verstehen wir uns hervorragend», witzelt Wadephul in Richtung von Saar.

Staatsräson – und Kritik an Israels Regierung

Zwar stellt sich Wadephul in die Tradition von Angela Merkel, die 2008 sagte, die Sicherheit Israels sei deutsche Staatsräson. Das bedeute, dass Deutschland bei jeder Gefahr und der Infragestellung des Existenzrechts von Israel an der Seite des jüdischen Staats stehe, sagt Deutschlands Chefdiplomat. «Das heisst nicht, dass Kritik und Verhalten an Personen des öffentlichen Lebens, Parteien oder auch der Regierung verboten wäre.»

Kurz darauf erinnert der Unionspolitiker an die grosse menschliche Not im Gazastreifen, kritisiert den völkerrechtswidrigen Siedlungsausbau im Westjordanland und stellt sich hinter den arabischen Friedensplan für Gaza. Diesen lehnt Israel ab, weil er eine starke Rolle der Palästinensischen Autonomiebehörde bei der Verwaltung des Gazastreifens vorsieht – und so womöglich die Gründung eines palästinensischen Staats vorwegnimmt.

«Gaza ist ein Teil der palästinensischen Gebiete», sagt Wadephul und erteilt den Siedlungsplänen rechtsextremer israelischer Minister damit eine klare Absage. Dem Dialog mit den Palästinensern bleibt Wadephul verpflichtet: Nach seinen Treffen mit Saar und Ministerpräsident Netanyahu fährt er nach Ramallah und spricht mit Mohammed Mustafa, dem Ministerpräsidenten der Palästinensischen Autonomiebehörde.

Kontinuität in der deutschen Nahostpolitik

Schliesslich erinnert Wadephul die Israeli daran, dass sie eine Verpflichtung zur Verteilung humanitärer Hilfsgüter hätten, «entlang den Prinzipien von Menschlichkeit, Unparteilichkeit und Neutralität». Das sagt der deutsche Aussenminister auch, weil sich der Wind in Europa langsam dreht. Vor wenigen Tagen stellte die niederländische Regierung das Assoziierungsabkommen zwischen der EU und dem jüdischen Staat wegen der Blockade von Hilfslieferungen in den Gazastreifen infrage. Wadephul kann nicht an einem europäischen Streit über Israels Kriegsführung im Gazastreifen interessiert sein. Das brächte Deutschlands Aussenminister zwangsläufig in eine schlechte Lage.

Gideon Saar lauscht den Worten seines deutschen Amtskollegen ohne Regung und geht während der Medienkonferenz auf die von Wadephul genannten Punkte kaum ein. Der israelische Aussenminister bekräftigt, dass Deutschland und Israel eine besondere Beziehung verbinde. «Wir sehen Kanzler Merz und Sie als echte Freunde Israels», sagt Saar und kündigt einen Besuch in Deutschland im Juni an.

Trotz einem Regierungswechsel in Berlin hat sich offenbar am deutsch-israelischen Verhältnis nichts Grundlegendes geändert. Vielleicht ist Wadephuls Ton ein bisschen freundlicher als der seiner Amtsvorgängerin Annalena Baerbock. Doch die Pfeiler der deutschen Nahostpolitik bleiben dieselben: Staatsräson, Zweistaatenlösung, Kritik an der Siedlungspolitik. Ebenso wie in der Vergangenheit ist davon auszugehen, dass Israel die mahnenden Worte aus Deutschland schulterzuckend hinnimmt – und seine Kriegspläne wie angekündigt umsetzt.

Weiter Lesen

In Zahlen: 100 Tage amerikanisch-israelischer Krieg gegen den Iran | US-israelischer Krieg gegen den Iran Nachrichten

In Zahlen: 100 Tage amerikanisch-israelischer Krieg gegen den Iran | US-israelischer Krieg gegen den Iran Nachrichten

Warum werden die Wahlen in Armenien im Ausland so aufmerksam beobachtet? | Wahlnachrichten

Warum werden die Wahlen in Armenien im Ausland so aufmerksam beobachtet? | Wahlnachrichten

Nach Angaben der USA wurden iranische Radaranlagen in Goruk und auf der Insel Qeschm getroffen | US-israelischer Krieg gegen Iran

Nach Angaben der USA wurden iranische Radaranlagen in Goruk und auf der Insel Qeschm getroffen | US-israelischer Krieg gegen Iran

Selenskyj: Putin entscheidet sich für Krieg, indem er Angebot für persönliche Gespräche ablehnt | Russland-Ukraine-Krieg

Selenskyj: Putin entscheidet sich für Krieg, indem er Angebot für persönliche Gespräche ablehnt | Russland-Ukraine-Krieg

Diskussionsthemen zur FIFA Fußball-Weltmeisterschaft 2026: Halbzeitshow im NFL-Stil, Trikots und mehr | Nachrichten zur Weltmeisterschaft 2026

Diskussionsthemen zur FIFA Fußball-Weltmeisterschaft 2026: Halbzeitshow im NFL-Stil, Trikots und mehr | Nachrichten zur Weltmeisterschaft 2026

Warum investieren die USA so sehr in die Wahlen in Kolumbien? | Donald Trump

Warum investieren die USA so sehr in die Wahlen in Kolumbien? | Donald Trump

Redakteurfavoriten

In Zahlen: 100 Tage amerikanisch-israelischer Krieg gegen den Iran | US-israelischer Krieg gegen den Iran Nachrichten

In Zahlen: 100 Tage amerikanisch-israelischer Krieg gegen den Iran | US-israelischer Krieg gegen den Iran Nachrichten

Juni 7, 2026
Pochettino sagt, USMNT sei trotz der 1:2-Niederlage gegen Deutschland für die Weltmeisterschaft bereit

Pochettino sagt, USMNT sei trotz der 1:2-Niederlage gegen Deutschland für die Weltmeisterschaft bereit

Juni 7, 2026
Warum werden die Wahlen in Armenien im Ausland so aufmerksam beobachtet? | Wahlnachrichten

Warum werden die Wahlen in Armenien im Ausland so aufmerksam beobachtet? | Wahlnachrichten

Juni 6, 2026
82. Jahrestag des D-Day in Frankreich gefeiert

82. Jahrestag des D-Day in Frankreich gefeiert

Juni 6, 2026
Nach Angaben der USA wurden iranische Radaranlagen in Goruk und auf der Insel Qeschm getroffen | US-israelischer Krieg gegen Iran

Nach Angaben der USA wurden iranische Radaranlagen in Goruk und auf der Insel Qeschm getroffen | US-israelischer Krieg gegen Iran

Juni 6, 2026

Neueste Nachrichten

Von der Leyen warnte vor China. Europa hat nicht zugehört. Wird es jetzt?

Von der Leyen warnte vor China. Europa hat nicht zugehört. Wird es jetzt?

Juni 6, 2026
Lennart Karl fällt verletzungsbedingt aus dem deutschen WM-Kader und wird durch Assan Ouedraogo ersetzt

Lennart Karl fällt verletzungsbedingt aus dem deutschen WM-Kader und wird durch Assan Ouedraogo ersetzt

Juni 6, 2026
Was die Wissenschaft darüber sagt, wie Haustiere auf den Tod reagieren

Was die Wissenschaft darüber sagt, wie Haustiere auf den Tod reagieren

Juni 6, 2026
Facebook X (Twitter) Pinterest TikTok Instagram
© 2026 Meilleur en Suisse. Alle Rechte vorbehalten.
  • Datenschutzrichtlinie
  • Nutzungsbedingungen
  • Kontakt

Type above and press Enter to search. Press Esc to cancel.

Sign In or Register

Welcome Back!

Login to your account below.

Lost password?