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Startseite » Irgendeinen Grund für seine Ermordung muss es doch gegeben haben: Die posthume Diffamierung des konservativen Charlie Kirk
Feuilleton

Irgendeinen Grund für seine Ermordung muss es doch gegeben haben: Die posthume Diffamierung des konservativen Charlie Kirk

MitarbeiterBy MitarbeiterSeptember 12, 2025
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Irgendeinen Grund für seine Ermordung muss es doch gegeben haben: Die posthume Diffamierung des konservativen Charlie Kirk

Nach dem Mord an dem konservativen Vordenker verzerren sogar Leitmedien seinen Aussagen aufs Gröbste. Das lässt tief blicken.

Ein erfolgreicher Familienvater und konservativer Politikinfluencer ist in den USA auf offener Bühne erschossen worden, und selbst Linke verurteilen den Akt der Gewalt. Aber wer die Berichte und Sondersendungen genau verfolgt, dem drängt sich eine versteckte Botschaft auf: Charlie Kirk, so lautet sie, hat zum gewalttätigen Klima im Land selbst beigetragen. Er ist also mitschuldig an seiner Ermordung.

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Der Berliner «Tagesspiegel» überschrieb seinen Bericht über den Vordenker der MAGA-Bewegung an diesem Freitag mit der Schlagzeile: «Tod eines Brandstifters». Auf der Titelseite prangt Kirk mit erhobenem Zeigefinger, in der Pose eines Hasspredigers. Dem Leser eröffnete sich damit ein weiter Assoziationsraum. Als sei es zu begrüssen, dass sein weiteres politisches Wirken nun beendet sei. Als komme es bei einem politischen Attentat darauf an, wen es trifft. Es erinnert an George Orwell und sein Meisterwerk «Farm der Tiere»: Mord ist schlimm, aber manche Morde sind schlimmer als andere.

Es ist grauenhaft, dass eine einflussreiche politische Stimme mit Gewalt zum Verstummen gebracht wurde. Noch grauenhafter ist es, wenn Medien diese Gewalt latent zu rechtfertigen scheinen. Dabei fällt auf, wie stark manche Journalisten die Aussagen von Kirk verzerren.

Ausgerechnet im ZDF, einem Flaggschiff des öffentlich-rechtlichen Fernsehens in Deutschland, geschah das auf besonders drastische Weise. Um zu belegen, dass Kirk angeblich ein besonders radikaler Scharfmacher gewesen sei, führte der Journalist Elmar Thevessen dessen Positionen in einer Talkshow auf. Kirk, sagte er, habe die Steinigung von Homosexuellen gefordert.

Eine bösartige Unterstellung

Das ist falsch. Kirk hat nie gefordert, Homosexuelle zu steinigen. Die strittige Aussage fiel in einem Podcast. Darin konfrontierte ihn ein Gast mit dem Argument, die Bibel fordere zur Akzeptanz von Homosexualität auf. Schliesslich heisse es dort: «Liebe deinen nächsten wie Dich selbst.» Kirk konterte, dass in der Bibel auch die Steinigung von Homosexuellen gefordert werde. Die Begründung von Kirk war also prinzipieller Natur: Wer mit der heiligen Schrift argumentiert, der sollte sie genau kennen.

Mehr noch: Dass Kirk Homosexuelle hassen, ja gar ihren Tod fordern würde, ist eine bösartige Unterstellung. Videos, die Kirk umringt von Studenten in offener Debatte zeigen, vermitteln ein vollkommen anderes Bild. Er hat zumindest in einem Fall einen jungen Homosexuellen vielmehr ausdrücklich willkommen geheissen in der konservativen Bewegung.

Solche Verzerrungen leisten sich nicht nur deutsche Medien. Der Schweizer «Tagesanzeiger» etwa listete am Donnerstag besonders umstrittene Aussagen von Kirk in einem Artikel auf, darunter auch folgendes Zitat: «Es tut mir leid, aber wenn ich einen schwarzen Piloten sehe, werde ich sagen: Junge, ich hoffe, er ist qualifiziert.»

Dieses Zitat ist zwar korrekt, aber völlig aus dem Zusammenhang gerissen. Auch dazu gibt es mehrere Videos, in denen Kirk seine Position im Detail erläutert. Seine Kritik richtete sich gegen eine grosse amerikanische Fluggesellschaft, die in wenigen Jahren vierzig Prozent schwarze Piloten beschäftigen wollte. Kirks Punkt war: Solche ambitionierten Ziele gehen zulasten der Ausbildungsqualität. Entweder Unternehmen suchen fachliche Qualifikation, völlig unabhängig von Hautfarbe oder Geschlecht. Oder sie wollen eine bestimmte Zusammensetzung bei den Piloten erreichen. Beides zusammen verträgt sich aus seiner Sicht schlecht.

Es darf bei Charlie Kirk nicht sein, was nicht sein kann

Nicht einmal die ehrwürdige «New York Times» arbeitete sauber. Sie schrieb Kirk ein antisemitisches Zitat zu, dabei hatte er es nur zitiert, um es anschliessend zu kritisieren, wie die Zeitung inzwischen selbst widerwillig einräumte. Es passte halt gut ins Bild.

Man muss Kirks Meinungen natürlich nicht teilen. Man kann sie insbesondere als Liberaler aus vielen Gründen kritisch sehen. Aber man sollte sie schon korrekt wiedergeben. Dass es Medien nicht einmal nach einem so kaltblütigen Mord gelingt, schürt den Verdacht auf Mutwilligkeit. Es darf einfach nicht sein, was nicht sein kann. Dass es da einen konservativen Vordenker gibt, der trotzdem auf Homosexuelle zugeht. Dass da jemand ätzende Kritik an linken Positionen übt, und doch die offene Aussprache mehr als viele andere schätzt. Kurzum: Dass da jemand nicht in die Schublade der rundweg bösen rechten Maga-Bewegung passen will.

Es ist nicht ohne Ironie: Ausgerechnet jene Journalisten, die ständig vor Desinformation warnen, verbreiten sie nach dem Mord an Charlie Kirk selbst. Regelmässig beklagen linksliberale Journalisten einen Kulturkampf, bei dem Fakten dem eigenen Weltbild untergeordnet werden. Dann sollten sie ihn nicht selbst betreiben.

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