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Startseite » Michail sollte in Norwegen als Professor José für den Kreml spionieren – doch dann ging alles schief. Die Geschichte eines wahrlich unfähigen Agenten
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Michail sollte in Norwegen als Professor José für den Kreml spionieren – doch dann ging alles schief. Die Geschichte eines wahrlich unfähigen Agenten

MitarbeiterBy MitarbeiterAugust 23, 2024
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Michail sollte in Norwegen als Professor José für den Kreml spionieren – doch dann ging alles schief. Die Geschichte eines wahrlich unfähigen Agenten

Norwegen hat die Anklage gegen den russischen Spion fallengelassen. Er wurde im grossen Gefangenenaustausch Anfang August freigelassen.

Im Nachhinein muss man sich fragen, ob es Professor José Assis Giammaria mit Absicht darauf angelegt hatte, enttarnt zu werden. Oder ob er für einen Spion schlicht zu unfähig war. Trotzdem dauerte es erstaunlich lange, bis er gefasst wurde.

Michail Mikuschins Karriere als Agent des Kremls beginnt mit 26 Jahren an der Militärdiplomatischen Akademie des Militärgeheimdienstes GRU in Moskau – auch bekannt als die Spionageschule. Hier werden «Illegale» ausgebildet, Agenten, die mit falscher Identität ins Ausland geschickt werden. Mikuschin schliesst die Ausbildung 2006 ab und erhält eine Identität als Brasilianer namens José.

Mikuschin erwirbt den brasilianischen Pass, indem er behauptet, eine brasilianische Mutter zu haben. Recherchen der unabhängigen russischen Internetzeitung «The Insider» zeigen: Der Betrug wurde lange vorbereitet. Seine Geburtsurkunde war bereits Jahrzehnte zuvor, zum Zeitpunkt seiner angeblichen Geburt 1984, in das lokale Geburtsregister eingefügt worden. Der wahre Mikuschin war damals sechs Jahre alt, das heutige Russland ein Teil der Sowjetunion.

Die nächsten Jahre verbringt Mikuschin damit, Portugiesisch zu lernen. 2011 scheinen seine Sprachkenntnisse so gut, dass er unter seiner falschen Identität nach Kanada geschickt wird, um an der Universität von Calgary Politikwissenschaften mit Schwerpunkt internationale Beziehungen zu studieren. Auch hier hat der Geheimdienst mitgedacht: Der portugiesische Akzent ist dem russischen im Englischen zum Verwechseln ähnlich. So sorgfältig die Tarnung auch vorbereitet ist, der Plan hat einen Haken: Mikuschin.

«Mika the Invasor» und ein E-Scooter

Der Geheimagent hinterlässt Spuren. 2010, damals schon mehrere Jahre als José lebend, eröffnet er auf dem russischen Pendant für Facebook, VKontakte, ein Profil unter seinem richtigen Namen. Er reist immer wieder zurück nach Russland und beantragt dort 2015 als Michail Mikuschin sogar einen Führerschein. Seine DNA stellt er der israelischen Firma My Heritage zur Verfügung, die Ahnentafeln erstellt. Und 2020 kauft er sich in der alten Heimat einen E-Scooter und schreibt eine Bewertung – mit seinem richtigen Namen.

Als José Giammaria spezialisiert sich Mikuschin auf arktische Sicherheitspolitik und publiziert sogar einen Artikel in einer Fachzeitschrift. 2021 zieht er nach Tromsö, um an einem Forschungsprogramm zu hybriden Gefahren an der arktischen Universität teilzunehmen. Ende September 2022 nimmt er an einer von der EU mitfinanzierten Schulung für die Abwehr hybrider Kriegsführung teil. Eines der Themen: Wie reagieren im Fall von Sabotage der Nord- Stream-Leitungen? Nur Tage zuvor war an den Pipelines ein Leck registriert worden.

Am 25. Oktober 2022 wird Mikuschin auf dem Weg zur Universität vom norwegischen Inlandgeheimdienst verhaftet. Wie die Ermittler auf seine Spur gekommen sind, ist nicht bekannt. Recherchen von «The Insider» und «Bellingcat» zeigen jedoch, dass es nicht sonderlich schwer war, den angeblichen Brasilianer als Russen zu enttarnen. So nutzte Mikuschin für seinen Universitäts-Account dasselbe Passwort wie für andere Accounts. Eines davon war mit der E-Mail-Adresse [email protected] verbunden – auf Deutsch: Mika, der Eindringling.

Spione und Mörder gegen Zivilisten ausgetauscht

Fast zwei Jahre sass Mikuschin in Norwegen in Haft. Im April hat der norwegische Geheimdienst PST die Untersuchung abgeschlossen, der Fall wurde an die Staatsanwaltschaft übergeben. Mikuschin sollte wegen schwerwiegender Geheimdienstaktivitäten angeklagt werden. Der Prozess war für den September angekündigt worden, doch dann kam die überraschende Nachricht: Das Verfahren wurde eingestellt, die Anklage gegen Mikuschin fallengelassen.

Während die Polizei gegen Mikuschin ermittelte, hatten andere norwegische Behörden im Hintergrund bereits an einem Gefangenentausch mitgewirkt, der an die Zeiten des Kalten Krieges erinnert. Am 1. August wurden acht russische Agenten im Tausch gegen sechzehn westliche Zivilisten freigelassen. Unter den Spionen, die zurück nach Russland reisen durften, war neben Mikuschin auch der Berliner «Tiergartenmörder» Wadim Krasikow.

Unter den von Russland Überstellten waren keine Norwegerinnen oder Norweger, dafür sieben politische Aktivisten mit ausschliesslich russischer Staatsbürgerschaft, zwei Journalisten und mehrere Doppelbürger. Das norwegische Engagement hat einen Grund: 2019 wurde das Land von westlichen Verbündeten unterstützt, als es darum ging, den Norweger Frode Berg aus einem russischen Gefängnis freizubekommen. Der pensionierte Grenzwächter Berg aus Kirkenes war wegen Spionage zu vierzehn Jahren verurteilt worden.

Für Norwegen war der Zeitpunkt günstig, den Gefallen zurückzuzahlen. Michail Mikuschin hatte man ohnehin abschieben wollen, doch Russland hatte sich lange geweigert, ihn als russischen Staatsbürger anzuerkennen. Die norwegischen Behörden hatte der Kreml als paranoid bezeichnet. Dass Mikuschin nun Teil des Gefangenenaustausches war, sieht man in Oslo als Bestätigung dafür, dass er tatsächlich ein russischer Geheimdienstoffizier war. Damit ist klar: Die russischen Geheimdienste sind auch in Norwegen tätig.

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