Close Menu
Meilleur en Suisse
  • Finanzen
  • Panorama
  • Reisen
  • Scheinwerfer
  • Schweiz
  • Sport
  • Technologie
  • Welt
  • Wirtschaft
  • Wissenschaft
  • Zürich
Im Trend
Israelische Streitkräfte töten Palästinenser bei Überfall auf Nablus im besetzten West-Ban | Besetztes Westjordanland

Israelische Streitkräfte töten Palästinenser bei Überfall auf Nablus im besetzten West-Ban | Besetztes Westjordanland

Mai 3, 2026
Der französische Innenminister kündigt härteres Vorgehen gegen illegale Raves an

Der französische Innenminister kündigt härteres Vorgehen gegen illegale Raves an

Mai 3, 2026
Das WM- und Passprivileg | Digitale Serie

Das WM- und Passprivileg | Digitale Serie

Mai 3, 2026
Facebook X (Twitter) Instagram
Trendthemen:
  • Feuilleton
  • Gesellschaft
  • Mobilität
  • Panorama
  • Pressemitteilung
  • Scheinwerfer
  • Gaza-Krieg
Login
Facebook X (Twitter) Instagram
Sonntag, Mai 3
Meilleur en Suisse
Abonnieren Verbinden
  • Finanzen
  • Panorama
  • Reisen
  • Scheinwerfer
  • Schweiz
  • Sport
  • Technologie
  • Welt
  • Wirtschaft
  • Wissenschaft
  • Zürich
Meilleur en Suisse
Startseite » Weibliche Genitalverstümmelung bleibt verboten – Gambias Parlament vollzieht eine Kehrtwende
Welt

Weibliche Genitalverstümmelung bleibt verboten – Gambias Parlament vollzieht eine Kehrtwende

MitarbeiterBy MitarbeiterJuli 16, 2024
Share Facebook Twitter Pinterest LinkedIn Telegram Email WhatsApp Copy Link
Weibliche Genitalverstümmelung bleibt verboten – Gambias Parlament vollzieht eine Kehrtwende

Als erster Staat der Welt wollte Gambia ein Verbot der Genitalverstümmelung aufheben. Doch nun kommt es anders, intensives Lobbying scheint sich ausbezahlt zu haben.

Das Parlament des westafrikanischen Kleinstaats Gambia hat sich am Montag überraschend dafür ausgesprochen, ein Verbot der weiblichen Genitalverstümmelung beizubehalten, das 2015 eingeführt worden war. Viele Beobachter waren davon ausgegangen, dass das Verbot fallen würde: Bei einer ersten Abstimmung im März waren nur vier der 58 Mitglieder der Nationalversammlung für eine Beibehaltung des Verbots gewesen. Gambia wäre das erste Land weltweit gewesen, das ein Verbot der weiblichen Genitalverstümmelung aufhebt.

Der Versuch, das Verbot aufzuheben, ging auf eine Kampagne zurück, die ein prominenter Imam im vergangenen Jahr gestartet hatte. Abdoulie Fatty protestierte dagegen, dass Bussen gegen drei Beschneiderinnen verhängt worden waren. Es war das erste Mal überhaupt, dass die gambischen Behörden Bussen wegen Beschneidungen erliessen. Der Imam bezahlte die Bussen, Ende 2023 brachte der Abgeordnete Almameh Gibba dann im Parlament die Vorlage ein, die verlangte, das Verbot aufzuheben. Das Beschneidungsverbot, so Gibba, sei «eine direkte Verletzung des Rechts der Bürger, ihre Kultur auszuüben».

Aktivistinnen und Ärzte lobbyierten

Religiöse Führer und Abgeordnete argumentierten, die Beschneidung von Mädchen sei religiöse Tradition. Westliche Kräfte und mit ihnen Verbündete wollten sie unterbinden und Gambia so bevormunden.

Seit der ersten Abstimmung im März haben Aktivistinnen, Betroffene und Ärzte bei Parlamentariern lobbyiert. Anfang Juli veröffentlichte die Gesundheitskommission der Nationalversammlung einen Bericht, der empfahl, das Verbot beizubehalten. Fatou Baldeh, eine führende gambische Aktivistin gegen Genitalverstümmelung, hatte im Juni gegenüber der NZZ die Hoffnung geäussert, dass genügend Parlamentarier ihre Meinung geändert hätten. Sie befürchtete aber, dass die Abgeordneten aus Angst um ihre Wiederwahl am Ende doch für die Aufhebung des Verbots stimmen würden.

Am Montag nun aber hat eine Mehrheit der Abgeordneten gegen jede einzelne Klausel der Vorlage gestimmt. Jeweils rund 30 Abgeordnete sprachen sich für die Beibehaltung des Verbots aus.

Uno bezeichnet Genitalverstümmelung als Folter

In Gambia sind drei Viertel aller Mädchen und Frauen beschnitten. Seit der Einführung des Verbots 2015 ist der Anteil nur leicht zurückgegangen. Aktivistinnen befürchteten, dass die Aufhebung des Verbots die Zahl der Beschneidungen hochschnellen liesse und dass Eltern aus anderen Ländern der Region, die ihre Töchter beschneiden lassen wollten, Mädchen nach Gambia bringen könnten, um die Prozedur vorzunehmen.

Bei der weiblichen Genitalverstümmelung werden Mädchen die Klitoris und Teile der Schamlippen entfernt. Bei der extremsten Form werden die Schamlippen so weit zugenäht, dass nur eine kleine Öffnung für Menstruationsblut und Urin bleibt.

Weibliche Genitalverstümmelung findet vor allem in muslimischen Gemeinschaften statt, aber auch in manchen christlichen und animistischen. Verfechter glauben, die Beschneidung schütze die Jungfräulichkeit der Mädchen und ihre Reinheit. In praktizierenden Gemeinschaften gilt es als unehrenhaft, Töchter nicht zu beschneiden – entsprechend herrscht sozialer Druck.

Die Uno bezeichnet weibliche Genitalverstümmelung als Form von Folter. Die Praxis ist in mehr als siebzig Ländern verboten, rund die Hälfte davon liegt in afrikanischen Staaten südlich der Sahara. Laut den neusten Zahlen des Uno-Kinderhilfswerks Unicef sind weltweit 230 Millionen Mädchen und Frauen beschnitten, 144 Millionen von ihnen leben in afrikanischen Ländern.

Weiter Lesen

Israelische Streitkräfte töten Palästinenser bei Überfall auf Nablus im besetzten West-Ban | Besetztes Westjordanland

Israelische Streitkräfte töten Palästinenser bei Überfall auf Nablus im besetzten West-Ban | Besetztes Westjordanland

Das WM- und Passprivileg | Digitale Serie

Das WM- und Passprivileg | Digitale Serie

Warum gelingt es den Seerechtsgesetzen nicht, die Meere zu sichern? | Typen anzeigen

Warum gelingt es den Seerechtsgesetzen nicht, die Meere zu sichern? | Typen anzeigen

Japans Takaichi verspricht engere Energiekooperation mit Vietnam | Energienachrichten

Japans Takaichi verspricht engere Energiekooperation mit Vietnam | Energienachrichten

Die USA sollen wegen des Iran-Kriegs 5.000 Soldaten aus Deutschland abziehen | Militärnachrichten

Die USA sollen wegen des Iran-Kriegs 5.000 Soldaten aus Deutschland abziehen | Militärnachrichten

Gaza-Hilfsflottenschiffe nach israelischem Abfangen nach Kreta gebracht | US-israelischer Krieg gegen den Iran Nachrichten

Gaza-Hilfsflottenschiffe nach israelischem Abfangen nach Kreta gebracht | US-israelischer Krieg gegen den Iran Nachrichten

Redakteurfavoriten

Der französische Innenminister kündigt härteres Vorgehen gegen illegale Raves an

Der französische Innenminister kündigt härteres Vorgehen gegen illegale Raves an

Mai 3, 2026
Das WM- und Passprivileg | Digitale Serie

Das WM- und Passprivileg | Digitale Serie

Mai 3, 2026
Europa vs. Amerika: Wo wächst die Zahl der Milliardäre am schnellsten?

Europa vs. Amerika: Wo wächst die Zahl der Milliardäre am schnellsten?

Mai 3, 2026
Warum gelingt es den Seerechtsgesetzen nicht, die Meere zu sichern? | Typen anzeigen

Warum gelingt es den Seerechtsgesetzen nicht, die Meere zu sichern? | Typen anzeigen

Mai 2, 2026
Schalke kehrt in die Bundesliga zurück: Karius, Dzeko und Muslic überzeugen als deutscher Spitzenaufsteiger

Schalke kehrt in die Bundesliga zurück: Karius, Dzeko und Muslic überzeugen als deutscher Spitzenaufsteiger

Mai 2, 2026

Neueste Nachrichten

Zwillingsschwestern, die nur wenige Minuten voneinander entfernt geboren wurden, entdecken zunächst im unglaublichen Großbritannien, dass sie unterschiedliche Väter haben

Zwillingsschwestern, die nur wenige Minuten voneinander entfernt geboren wurden, entdecken zunächst im unglaublichen Großbritannien, dass sie unterschiedliche Väter haben

Mai 2, 2026
Ende der Rettungsaktion: Buckelwal „Timmy“ in der Nordsee freigelassen

Ende der Rettungsaktion: Buckelwal „Timmy“ in der Nordsee freigelassen

Mai 2, 2026
Japans Takaichi verspricht engere Energiekooperation mit Vietnam | Energienachrichten

Japans Takaichi verspricht engere Energiekooperation mit Vietnam | Energienachrichten

Mai 2, 2026
Facebook X (Twitter) Pinterest TikTok Instagram
© 2026 Meilleur en Suisse. Alle Rechte vorbehalten.
  • Datenschutzrichtlinie
  • Nutzungsbedingungen
  • Kontakt

Type above and press Enter to search. Press Esc to cancel.

Sign In or Register

Welcome Back!

Login to your account below.

Lost password?