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Feuilleton

Weshalb reiche Leute mehr Freunde haben

MitarbeiterBy MitarbeiterSeptember 1, 2025
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Weshalb reiche Leute mehr Freunde haben

«Gleichheit» forderte die Französische Revolution vor mehr als zweihundert Jahren. Philosoph Hanno Sauer untersucht wie Status und Ansehen nach wie vor die Gesellschaft prägen.

Sommer 2025. In den engen, kurvigen Strassen von Monte Carlo stehen die Autos im Stau. Die Fahrer nehmen es gelassen, denn man soll ruhig sehen, was sie zu bieten haben: Von Rolls-Royce über Ferrari bis Bentley und Maybach ist alles vertreten, was Rang und Namen hat in der Autowelt. Auch den Fussgängern, die vor den Schaufenstern von Louis Vuitton, Chanel oder Hermès flanieren, kommt der Stop-and-go-Verkehr gelegen. So bleibt Zeit, den illustren Corso aufs Handy zu bannen – genauso wie zuvor die millionenschweren Jachten unten am Hafen.

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Ausgerechnet Karl Marx, der solche Vermögensunterschiede in einer klassenlosen Gesellschaft für immer eliminieren wollte, wusste sehr genau um die Dialektik von Status und Ansehen. «Ein Haus mag gross oder klein sein», schrieb er einmal, «solange die es umgebenden Häuser ebenfalls klein sind, befriedigt es alle gesellschaftlichen Ansprüche an eine Wohnung. Erhebt sich aber neben dem kleinen Haus ein Palast, und das kleine Haus schrumpft zur Hütte zusammen [.  .  .] wird der Bewohner des verhältnismässig kleinen Hauses sich immer unbehaglicher, unbefriedigter, gedrückter in seinen vier Pfählen finden.»

Das wichtigste Statussymbol

In allen Gesellschaften scheint es einen auf Vergleich beruhenden Statuswettbewerb zu geben, der darauf abzielt, soziale Vorrangstellung zu markieren. Sichtbarsten Ausdruck findet dies in Äusserlichkeiten wie materiellem Reichtum. Der demonstrative Konsum ist aber nur eine Form der Distinktion, wie der deutsche Philosoph Hanno Sauer in «Klasse. Die Entstehung von Oben und Unten» ausführt. Um nicht als «nouveau riche» zu gelten, gilt es, auch Marker bezüglich Kultur und Lebensstil zu setzen. Geschmack und Stil sind die eigentliche Währung sozialer Eliten.

Sauer zeigt, dass unausgesprochene Zulassungsbeschränkungen für die oberen Klassen existenziell sind – ein soziokultureller Numerus clausus sozusagen. Nicht jeder soll zum erlauchten Kreis gehören, nur weil er zu Geld gekommen ist. Deshalb sei «soziale Verknappung» nötig, und diese lasse sich bei zunehmendem Wohlstand nur über symbolisches Kapital erreichen. Es ist also nicht nur wichtig, was man sagt, sondern auch, wie man es sagt: «Sprache und Aussprache», sagt Sauer, «sind das wahrscheinlich wichtigste Statussymbol, das wir haben.»

Man mag es bedauern, dass es Klassen – und damit Ungleichheit – gibt, so Sauer in dem mit empirischen Daten fundierten Buch. Er sehe aber nirgends eine Gesellschaft ohne soziale Schichten. «Wir streben nicht nach Gleichheit, sondern nach Überlegenheit», sagt Hanno Sauer, und das nicht nur beim Sport. Auch wenn sich die Menschen ständig in einem Wettbewerb um Ansehen und Ruhm befänden, seien die Klassen selbst erstaunlich resistent. Ob in Frankreich oder Russland, nach jeder Revolution haben sich erneut Klassen gebildet – bloss mit anderer Besetzung.

Reichtum schafft Freunde

Nachdem Sauer verschiedene Klassentheorien beschrieben hat, untersucht er das geläufige vierstufige Modell: Oberschicht, obere Mittelschicht, Mittelschicht und Unterschicht. Um unter sich zu bleiben, senden die Klassen Signale aus, die sich exklusiv an ihr soziales Milieu wenden. Im Unterschied zur Unter-, aber auch zur Oberschicht setzt etwa die Mittelschicht auf Bildung. Dies stört die Oberschicht so lange nicht, wie sie in Bezug auf Tradition, Reichtum und Habitus die Nase vorn hat. Ein Professor aus der Mittelschicht darf in ihrem Kreis gern einen Vortrag halten – deswegen gehört er noch lange nicht dazu.

Klassismus sorgt für Ungleichheit, manchmal vielleicht auch für Ungerechtigkeit. So lässt sich statistisch belegen, dass Angehörige der Oberschicht nicht nur mehr wohlhabende Freunde haben, sondern überhaupt mehr Freunde. Reichtum zieht die Menschen unwiderstehlich an. Auch wenn die Upper Class mehrheitlich unter sich bleibt, ermöglicht sie einigen Aspiranten immer wieder den sozialen Aufstieg und kontrolliert so subtil, wer die Klassenschranken passieren darf.

Einer, der noch mehr hat

Hanno Sauer zählt sich selbst zur Oberschicht. Von den Privilegien seiner Klasse, die wie alle anderen Klassen sozial konstruiert sei, habe er stets profitiert, und zwar ohne sein Zutun. Wer zur Upper Class gehöre, müsse dafür keine Leistung vorweisen. «Klassismus ist die einzige Form von Diskriminierung, die als legitim gilt.» Umso erstaunlicher sei es, dass er im Unterschied zu Rassismus und Sexismus in den gegenwärtigen gesellschaftlichen Debatten kaum eine Rolle spiele. «Nicht Ethnie oder Geschlecht, sondern Klasse sollte wieder auf die soziale Gerechtigkeitsagenda gesetzt werden», schreibt Sauer.

Leicht verständlich und ohne ideologische Scheuklappen zeigt Hanno Sauer, dass wir uns tagtäglich in einem sozialen Feld bewegen, das hierarchisch geordnet ist. Die Frage, wieso sich Klassen so hartnäckig halten, beantwortet er mit der 1899 erschienenen «Theorie der feinen Leute» des amerikanischen Ökonomen Thorstein Veblen: Es gibt immer jemanden, der noch reicher ist und so den Statuswettbewerb am Laufen hält.

Hanno Sauer: Klasse. Die Entstehung von Oben und Unten. Piper-Verlag, München 2025. 358 S., Fr. 31.10.

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