Streiks im öffentlichen Nahverkehr und im Autobahnnetz werden diese Woche in Teilen Deutschlands zu Störungen führen. Hier sind die betroffenen Gebiete.
Die Menschen in Hamburg und Bayern sind diese Woche aufgrund von „Warnstreiks“ im öffentlichen Nahverkehr mit weiteren Störungen konfrontiert.
Gleichzeitig wird es für Autofahrer zu Verzögerungen im gesamten Straßennetz kommen, da die Arbeiter der Autobahn GmbH zum Streik aufgerufen werden.
Dies geschieht inmitten von Tarifverhandlungen der Gewerkschaft Verdi, die in fast allen Bundesländern stattfinden.
Wo gibt es diese Woche Verkehrsstreiks?
In Hamburg kommt es diese Woche zu Streiks im Nahverkehr – beginnend am 17. Februar und bis zum Ende des Tages am 19. Februar.
Es handelt sich um einen „rollenden Streik“, was bedeutet, dass Absagen kurzfristig erfolgen. An jedem der drei Tage drohen Einschränkungen im Busverkehr und in den Betriebshöfen der Hochbahn. Einzelheiten zu den betroffenen Diensten werden auf der offiziellen Website der Stadt Hamburg aktualisiert.
Am Mittwoch werden die Dienste des Hamburger Verkehrsverbundes VHH ins Visier genommen. In einer Mitteilung auf der VHH-Seite heißt es: „Die Vereinigte Dienstleistungsgewerkschaft Verdi hat zu einem 24-stündigen Warnstreik bei vhh.mobility (Hamburg-Holsteinische Verkehrsbetriebe) vom 18. Februar um 3 Uhr bis zum 19. Februar um 3 Uhr morgens aufgerufen. Fahrgäste müssen von Mittwoch bis Donnerstag mit Störungen rechnen.“
Busse stehen am 31. Januar auf einem VHH-Depot in Schleswig-Holstein. Foto: picture Alliance/dpa | Bodo Marks
Wer sich in der norddeutschen Stadt befindet, sollte sich auf kurzfristige Ausfälle und Verspätungen im Nahverkehrsnetz einstellen.
Weiter südlich, im bayerischen Bamberg, verkehren die Stadtwerke-Busse am Dienstag und Mittwoch im reduzierten Notfahrplan. Auch hier wird der Busverkehr während des Karnevalsumzugs am Dienstag komplett eingestellt.
Bitte beachten Sie, dass die Züge der Deutschen Bahn, darunter auch die S-Bahn, von der laufenden Streikaktion nicht betroffen sind.
Die Gewerkschaft Verdi drängt darauf, bessere Arbeitsbedingungen für die bundesweit knapp 100.000 Beschäftigten im Nahverkehr auszuhandeln. Die Gewerkschaft fordert kürzere Wochenarbeits- und Schichtzeiten, längere Ruhezeiten sowie höhere Zuschläge für Nacht- und Wochenendarbeit.
Warnstreiks werden in Deutschland häufig eingesetzt, um den Druck auf Arbeitgeber bei Streitigkeiten zu erhöhen. Bisher konnte keine Einigung erzielt werden.
Störung auf der Autobahn
Auch die Gewerkschaft Verdi hat zu einer bundesweiten „Streikwoche“ bei der Autobahn GmbH aufgerufen.
Betroffen von der Aktion sind Autobahnmeistereien sowie Verkehrs- und Tunnelleitzentralen, darunter auch der Elbtunnel in Hamburg. Autofahrer werden gewarnt, mit Verzögerungen zu rechnen.
On Wednesday, depots affected include those in the Göttingen, Braunschweig, Bremen and Hanover areas, Munich (Rosenheim, Siegsdorf) and Freiburg (Rottweil, Efringen-Kirchen), as well as those in North Rhine-Westphalia (Duisburg, Wünnenberg, Gelsenkirchen), Thuringia (around Erfurt) and Saxony-Anhalt (Weißenfels).
Verdi fordert am Donnerstag Arbeitskampfmaßnahmen in den Tunnelleitzentralen wie den Anlagen Rennsteig, Hochwald, Alte Burg und Berg Bock (A71). Dadurch wird es in beiden Fahrtrichtungen zu Einschränkungen durch Fahrbahnsperrungen kommen. Auch am Emstunnel (A31) bei Leer in Niedersachsen werden die Mitarbeiter ihre Werkzeuge niederlegen.
Am Freitag werden die Arbeiter der Elbtunnelsteuerung in Hamburg zum Streik aufgerufen. Je eine Fahrspur in jede Richtung wird gesperrt, was voraussichtlich erhebliche Auswirkungen auf den Verkehr in der Region haben wird.
Verdi fordert in diesem Streit eine Gehaltserhöhung von sieben Prozent – oder mindestens 300 Euro mehr pro Monat – für rund 14.000 Mitarbeiter der Autobahn GmbH. Eine Einigung wurde noch nicht erzielt.
Warum gibt es derzeit so viele Streiks?
Durch eine Streikwelle kam es in den letzten Wochen in Deutschland zu erheblichen Beeinträchtigungen der Bevölkerung. Neben Streiks im öffentlichen Nahverkehr trafen die von der Gewerkschaft geforderten Arbeitsniederlegungen auch andere öffentliche Dienste wie z Nächste und Müllentsorgungsdienste.
In einem anderen Streitfall führten Piloten und Kabinenpersonal der Lufthansa letzte Woche einen Warnstreik durch, der zum Flugverbot für Hunderte von Flügen führte.
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