Ein Cyberangriff auf die staatliche Deutsche Bahn hat diese Woche kurzzeitig die Fahrkartensysteme und Fahrplanauskunftsdienste lahmgelegt, teilte das Unternehmen mit.
Der Distributed-Denial-of-Service-Angriff (DDoS) verursachte am Dienstagnachmittag zunächst Probleme auf der Website der Bahn und ihrer weit verbreiteten App DB Navigator.
Die Website- und App-Probleme wurden bis Dienstagabend größtenteils behoben, am Mittwochmorgen traten die Probleme jedoch erneut auf.
Kunden hatten Probleme bei der Suche nach Bahnverbindungen und bei der Buchung von Fahrkarten.
In einer Stellungnahme des Bahnbetreibers heißt es: „Der aktuelle Angriff richtet sich gezielt gegen die DB und wird in Wellen durchgeführt. Das Ausmaß ist beträchtlich.“
Die Deutsche Bahn betreibt in vielen Städten sowohl Personen- und Güterzüge als auch S-Bahnen.
Der Betreiber sagte, dass seine Abwehrmaßnahmen dazu dienten, die Auswirkungen auf die Kunden zu minimieren.
Das Unternehmen stehe in Kontakt mit der deutschen Cybersicherheitsbehörde BSI, sagte eine Sprecherin des Innenministeriums am Mittwoch und fügte hinzu, sie könne nur wenige weitere Details zu dem Angriff nennen.
„Der Schutz der Kundendaten und die Verfügbarkeit unserer Informations- und Buchungssysteme bleiben für uns oberste Priorität“, sagte die Deutsche Bahn.
Ein DDoS ist ein digitaler Überlastungsangriff, bei dem Tausende von gekaperten Computern oder Geräten gleichzeitig viele Anfragen an eine Website oder App senden, sodass diese abstürzt.









