Close Menu
Meilleur en Suisse
  • Finanzen
  • Panorama
  • Reisen
  • Scheinwerfer
  • Schweiz
  • Sport
  • Technologie
  • Welt
  • Wirtschaft
  • Wissenschaft
  • Zürich
Im Trend
Frankreich beschlagnahmt fünften russischen „Schattenflotten“-Tanker, der mit dem Ukraine-Krieg in Zusammenhang steht | Russland-Ukraine-Krieg

Frankreich beschlagnahmt fünften russischen „Schattenflotten“-Tanker, der mit dem Ukraine-Krieg in Zusammenhang steht | Russland-Ukraine-Krieg

Juni 26, 2026
Ecuador liefert einen weiteren atemberaubenden WM-Schock. Ist Deutschland zu unsicher, um den Titel zu gewinnen?

Ecuador liefert einen weiteren atemberaubenden WM-Schock. Ist Deutschland zu unsicher, um den Titel zu gewinnen?

Juni 26, 2026
Laut einer Studie lachen Menschen und Affen auf ähnliche Weise

Laut einer Studie lachen Menschen und Affen auf ähnliche Weise

Juni 26, 2026
Facebook X (Twitter) Instagram
Trendthemen:
  • Feuilleton
  • Gesellschaft
  • Mobilität
  • Panorama
  • Pressemitteilung
  • Scheinwerfer
  • Gaza-Krieg
Login
Facebook X (Twitter) Instagram
Freitag, Juni 26
Meilleur en Suisse
Abonnieren Verbinden
  • Finanzen
  • Panorama
  • Reisen
  • Scheinwerfer
  • Schweiz
  • Sport
  • Technologie
  • Welt
  • Wirtschaft
  • Wissenschaft
  • Zürich
Meilleur en Suisse
Startseite » Die Grönländerin Naja Lyberth war 14 Jahre alt, als ihr gegen ihren Willen eine Spirale eingesetzt wurde. Den Auftrag dazu soll Dänemark erteilt haben
Welt

Die Grönländerin Naja Lyberth war 14 Jahre alt, als ihr gegen ihren Willen eine Spirale eingesetzt wurde. Den Auftrag dazu soll Dänemark erteilt haben

MitarbeiterBy MitarbeiterMärz 18, 2024
Share Facebook Twitter Pinterest LinkedIn Telegram Email WhatsApp Copy Link
Die Grönländerin Naja Lyberth war 14 Jahre alt, als ihr gegen ihren Willen eine Spirale eingesetzt wurde. Den Auftrag dazu soll Dänemark erteilt haben

Weshalb wollte die einstige Kolonialmacht in den 1960er Jahren die indigene Bevölkerung auf Grönland dezimieren?

Naja Lyberth war 14 Jahre alt, als sie auf dem Untersuchungsstuhl eines Gynäkologen sass und einen stechenden Schmerz in ihrem Unterleib spürte. Wie Messerstiche, wird sie es Jahre später beschreiben. Doch es war kein Messer, das der Arzt in sie eingeführt hatte, sondern eine Spirale. Er hatte sie ohne Lyberths Zustimmung eingesetzt. Weshalb, sollte sie erst Jahrzehnte später erfahren.

Der Eingriff wurde 1976 in der Stadt Maniitsoq auf Grönland durchgeführt. Lange schwieg Lyberth darüber, was ihr widerfahren war – bis 2017, als sie ihre Geschichte auf Facebook publik machte. Mit ihrem Post stiess sie eine Recherche an, die Ungeheuerliches zutage förderte.

Die dänische Rundfunkanstalt DR deckte 2022 im fünfteiligen Podcast «Die Spiralenkampagne» auf, dass zwischen 1966 und 1975 auf Grönland 4500 Spiralen eingesetzt wurden. Viele davon mutmasslich gegen den Willen oder ohne das Wissen der betroffenen Frauen und Mädchen. Die «Spiralenkampagne» sollen dänische Behörden in Auftrag gegeben haben.

Die offizielle Untersuchung läuft noch. Sie wurde im Mai 2023 von der dänischen und der grönländischen Regierung in Auftrag gegeben. Ein Teil der betroffenen Frauen wollte nicht auf die Ergebnisse warten: 143 von ihnen haben im März den dänischen Staat verklagt. Sie fordern eine Entschädigung von insgesamt 43 Millionen dänischen Kronen (5,5 Millionen Franken). Vom Prozess erhofften sie sich aber noch etwas anderes, sagte Naja Lyberth dem grönländischen Sender KNR: eine Entschuldigung.

Lassen sich die Vorwürfe nach so vielen Jahren beweisen? Und welches Motiv sollte die Regierung von Dänemark überhaupt gehabt haben, um Tausenden Grönländerinnen – viele von ihnen noch Kinder – gegen ihren Willen eine Verhütung aufzuzwingen?

Das Motiv: unbestritten

Am Anfang des 20. Jahrhunderts war Grönland eine dänische Kolonie, aus der 1953 die nördlichste Provinz des Landes wurde. In den 1950er und 1960er Jahren führten Migration und eine bessere Gesundheitsversorgung zu einem raschen Bevölkerungszuwachs auf der Insel. Für die Regierung in Kopenhagen bedeutete das vor allem eins: Mehrkosten.

Peter Bjerregaard hat in den 1970er Jahren als Arzt auf Grönland gearbeitet und später die gesundheitliche Entwicklung der arktischen Bevölkerung wissenschaftlich untersucht. Dem Sender DR sagt er, dass es nicht nur im Interesse Dänemarks gewesen sei, die Bevölkerung auf der Insel zu reduzieren. «Auch die grönländischen Behörden wollten etwas gegen die Zahl der Mütter im Teenageralter und die hohe Geburtenrate unternehmen.» Druck hätten vor allem die Familien, aber auch kinderreiche Frauen selbst ausgeübt.

Unbestritten scheint, dass die Spirale auf Grönland zu jener Zeit einen Boom erlebte. Erwiesen ist auch, dass die eingesetzten Spiralen schon bald die erwünschte Wirkung zeigten. 1970 stellte der Grönlandminister Arnold Christian Normann in einer Rede fest, dass sich die Zahl der Geburten zwischen 1966 und 1970 beinahe halbiert habe.

Die Beweise: schwer zu finden

Wie vielen Frauen die Spirale aufgezwungen wurde, wird nach all den Jahren schwieriger zu ermitteln sein. In den 1960er und 1970er Jahren war die Gesundheitsversorgung auf Grönland dezentral organisiert. Laut Peter Bjerregaard wurde das Thema Familienplanung in den einzelnen Bezirken unterschiedlich gehandhabt, und eine Dokumentation über die genaue Vorgehensweise der Ärzte fehlt vielerorts.

Auch wenn die Frauen theoretisch die Wahl gehabt hätten, bedeute das nicht, dass es auch in der Praxis so gewesen sei, sagt Bjerregaard zu DR. Es bestehe kein Zweifel daran, dass manche Ärzte in Bezug auf die Spiralen «energischere» Überzeugungsarbeit geleistet hätten als andere. Für die jungen Mädchen seien die Mediziner Autoritätspersonen gewesen, denen es nicht zu widersprechen gegolten habe.

Das hat auch Naja Lyberth so erlebt. Der Bezirksarzt habe die Mädchen in ihrer Klasse darüber informiert, dass sie sich Spiralen einsetzen lassen sollten. «Es wurde nicht gefragt, ob wir das wollen oder nicht. Wir hatten keine Möglichkeit, zu widersprechen», erzählt sie dem grönländischen Sender KNR. Sie habe sich wehren wollen, doch sie sei verängstigt gewesen und sei erstarrt. Auch ihre Eltern seien über den Eingriff an ihrer minderjährigen Tochter nicht informiert worden.

Die Folgen: noch lange nicht vorbei

Naja Lyberth ist heute 62 Jahre alt. Ihr Leben war von Schmerzen geprägt. Die Spirale, die ihr eingesetzt wurde, war für die Gebärmutter des Mädchens, das noch nie Geschlechtsverkehr gehabt, geschweige denn ein Kind geboren hatte, zu gross. Bei jeder Periode habe sie Schmerzen verspürt, die sie an Messerstiche erinnerten – die gleichen Beschwerden, die sie mit 14 Jahren auf dem Stuhl des Gynäkologen zum ersten Mal gehabt hatte.

Die physischen Schmerzen sind das eine, die psychischen Folgen das andere. Durch die Spiralen wurde den Frauen das Recht auf Selbstbestimmung abgesprochen. Das Ziel – die Eindämmung des Bevölkerungswachstums – wurde erreicht, weil viele von ihnen nie Kinder haben konnten. Die ältesten Klägerinnen sind heute 80 Jahre alt. Sie wollten auch deshalb nicht auf die Ergebnisse der offiziellen Untersuchung warten, weil es für Gerechtigkeit dann bereits zu spät sein könnte.

Weiter Lesen

Frankreich beschlagnahmt fünften russischen „Schattenflotten“-Tanker, der mit dem Ukraine-Krieg in Zusammenhang steht | Russland-Ukraine-Krieg

Frankreich beschlagnahmt fünften russischen „Schattenflotten“-Tanker, der mit dem Ukraine-Krieg in Zusammenhang steht | Russland-Ukraine-Krieg

Großbritanniens heißester Juni: „Die Bevölkerung hätte darauf vorbereitet sein müssen“ | Wetternachrichten

Großbritanniens heißester Juni: „Die Bevölkerung hätte darauf vorbereitet sein müssen“ | Wetternachrichten

Rutte versucht, den Streit zwischen Trump und der NATO über den Iran vor dem jährlichen Gipfel zu entschärfen | US-israelischer Krieg gegen Iran

Rutte versucht, den Streit zwischen Trump und der NATO über den Iran vor dem jährlichen Gipfel zu entschärfen | US-israelischer Krieg gegen Iran

Was der Elefant weiß | Folge 7 – Sri Lanka | Tierwelt

Was der Elefant weiß | Folge 7 – Sri Lanka | Tierwelt

Ghana jubelt, nachdem es gegen das nervöse England ein 0:0-Unentschieden schaffte | Weltmeisterschaft 2026

Ghana jubelt, nachdem es gegen das nervöse England ein 0:0-Unentschieden schaffte | Weltmeisterschaft 2026

Warum treten die britischen Premierminister immer wieder zurück? | Regierung

Warum treten die britischen Premierminister immer wieder zurück? | Regierung

Redakteurfavoriten

Ecuador liefert einen weiteren atemberaubenden WM-Schock. Ist Deutschland zu unsicher, um den Titel zu gewinnen?

Ecuador liefert einen weiteren atemberaubenden WM-Schock. Ist Deutschland zu unsicher, um den Titel zu gewinnen?

Juni 26, 2026
Laut einer Studie lachen Menschen und Affen auf ähnliche Weise

Laut einer Studie lachen Menschen und Affen auf ähnliche Weise

Juni 26, 2026
Warum Fahrgäste während der Hitzewelle Tickets der Deutschen Bahn erstatten können

Warum Fahrgäste während der Hitzewelle Tickets der Deutschen Bahn erstatten können

Juni 26, 2026
Die Tür der EU steht „Großbritannien offen“, sagt der frühere Brexit-Verhandlungsführer Barnier gegenüber

Die Tür der EU steht „Großbritannien offen“, sagt der frühere Brexit-Verhandlungsführer Barnier gegenüber

Juni 25, 2026
Was wird für Europas neuen EV-Markt prognostiziert?

Was wird für Europas neuen EV-Markt prognostiziert?

Juni 25, 2026

Neueste Nachrichten

Großbritanniens heißester Juni: „Die Bevölkerung hätte darauf vorbereitet sein müssen“ | Wetternachrichten

Großbritanniens heißester Juni: „Die Bevölkerung hätte darauf vorbereitet sein müssen“ | Wetternachrichten

Juni 25, 2026
WM 2026: Die Chancen jedes Teams

WM 2026: Die Chancen jedes Teams

Juni 25, 2026
Das „niedlichste und wildeste“ neue Säugetier wurde in Australien entdeckt

Das „niedlichste und wildeste“ neue Säugetier wurde in Australien entdeckt

Juni 25, 2026
Facebook X (Twitter) Pinterest TikTok Instagram
© 2026 Meilleur en Suisse. Alle Rechte vorbehalten.
  • Datenschutzrichtlinie
  • Nutzungsbedingungen
  • Kontakt

Type above and press Enter to search. Press Esc to cancel.

Sign In or Register

Welcome Back!

Login to your account below.

Lost password?