Nachdem am Montag und Dienstag Piloten bei drei Lufthansa-Fluggesellschaften ihre Jobs niedergelegt hatten, ruft die Gewerkschaft für Donnerstag und Freitag zu einem weiteren Streik auf. Die Maßnahme verlängert erhebliche Störungen im Flugverkehr in Deutschland.
Die Lufthansa-Pilotengewerkschaft hat am Dienstag zu einem neuen zweitägigen Streik in Deutschland aufgerufen, nachdem es Anfang der Woche zu Arbeitsniederlegungen wegen eines Streits über Bezahlung und Renten gekommen war.
Die Gewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) forderte ihre Mitglieder auf, die Arbeit am Donnerstag und Freitag einzustellen, nachdem ein ähnlicher Arbeitsstopp am Montag und Dienstag zur Annullierung Hunderter Flüge geführt hatte.
Betroffen von der neuen Maßnahme sind Flüge der „klassischen“ Lufthansa-Marke sowie der Tochtergesellschaften CityLine und Eurowings sowie Flüge der Frachtsparte Lufthansa Cargo.
Der deutsche Airline-Gigant wurde in diesem Jahr von einer Reihe von Streiks heimgesucht, bei denen sowohl Piloten als auch Kabinenpersonal zurücktraten.
Nach dem Streik der Pilotengewerkschaft am Montag und Dienstag sollte am Mittwoch und Donnerstag ein Streik der Kabinenpersonalgewerkschaft den Flugverkehr der Lufthansa-Fluggesellschaften stören. Auch im März und Februar dieses Jahres kam es zu früheren Streiks.
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Am Rande der Feierlichkeiten zum 100-jährigen Bestehen der Fluggesellschaft ist am Mittwoch in Frankfurt auch eine Demonstration der Kabinenpersonalgewerkschaft UFO geplant, an der auch Bundeskanzler Friedrich Merz teilnimmt.
Bei den Piloten „bleibt die Situation unverändert; auf Arbeitgeberseite gibt es überhaupt keine Bewegung“, sagte VC-Präsident Andreas Pinheiro am Dienstag in einer Pressemitteilung.
Die Piloten fordern eine bessere Altersvorsorge, während Lufthansa argumentiert, dass sie die Kosten für die Bewältigung ihrer Schulden senken muss.
Die Gewerkschaft fordert nun ein „verbindliches Schlichtungsverfahren“ unter Einbeziehung eines Dritten, um „eine weitere Eskalation zu verhindern“.
„Für uns geht es nicht um politische Machtkämpfe oder Egos, sondern um nachhaltige Lösungen“, sagte Andreas Pinheiro.
Mit Berichterstattung von Paul Krantz.