05. März 2026
Was ist vom mit Spannung erwarteten Industrial Accelerator Act (IAA) zu erwarten? Außerdem ein exklusiver Bericht vom Commercial Fleets Summit. Tom Geggus, Autovista24-Redakteur, präsentiert den Automotive Update-Podcast.
Diese Folge wirft einen Blick auf die kürzlich vorgestellte IAA und was sie für die europäische Automobilindustrie bedeuten könnte. Außerdem schaltet sich der Autovista24-Journalist Tom Hooker vom Commercial Fleets Summit ein, der in Brüssel stattfindet.
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EU enthüllt das Industrial Accelerator Act
Die Europäische Kommission hat das seit langem erwartete Industrial Accelerator Act vorgeschlagen. Im Mittelpunkt der Gesetzgebung steht die Verbesserung der industriellen Wettbewerbsfähigkeit vor Ort in der EU und die Förderung kohlenstoffarmer Produktionsmethoden.
Ziel der IAA ist es, die lokale Wertschöpfung zu steigern und die industrielle Basis der Region zu stärken. Dies geschieht vor dem Hintergrund eines vermeintlich unfairen globalen Wettbewerbs und der Abhängigkeit von Nicht-EU-Lieferanten. Ziel des Gesetzes ist es, den Anteil des verarbeitenden Gewerbes am EU-BIP bis 2035 auf 20 % zu steigern. Die IAA weist jedoch auch darauf hin, dass die EU offen für Investitionen von außen bleiben sollte.
In einer von der Europäischen Kommission veröffentlichten Frage-und-Antwort-Runde wurde hervorgehoben, dass für Stahl und Aluminium, die in der Automobilindustrie verwendet werden, CO2-arme Anforderungen geschaffen werden. Auch für Aluminium gelten die „Made in EU“-Standards. Regelungen gelten auch für Elektrofahrzeuge und deren Komponenten.
Der Vorschlag baut auf früheren EU-Rechtsvorschriften auf und rationalisiert den Einsatz sauberer Technologien in zahlreichen europäischen Industrien weiter. Für den Automobilsektor folgt der Vorschlag der Ankündigung des Automobilpakets vom letzten Jahr.
Das IAA wird vor seiner Annahme vom Europäischen Parlament und dem Rat der Europäischen Union ausgehandelt.
Commercial Fleets Summit enthüllt
Der Commercial Fleets Summit ist eine zweitägige internationale Veranstaltung in Brüssel. Der Schwerpunkt liegt auf einem breiten Spektrum zentraler Themen und Trends, die sich auf die globale Nutzfahrzeugbranche auswirken.
Bei der diesjährigen Veranstaltung haben sich bereits mehrere Schlüsselthemen herauskristallisiert, die sich speziell auf leichte Nutzfahrzeuge konzentrieren. Dazu gehörten Umweltvorschriften, die Elektrifizierung der Flotte sowie die Einbindung vernetzter Fahrzeuge und der Einsatz künstlicher Intelligenz (KI). Im Hinblick auf die Elektrifizierung standen Fragen der Effizienz der Ladeinfrastruktur im Mittelpunkt der Diskussionen.
„Es wird weniger darüber gesprochen, ob Flotten elektrifiziert werden.“ „Es geht vielmehr darum, wie schnell und wie sie das tatsächlich erreichen“, sagte Autovista24-Journalist Tom Hooker von der Veranstaltung.
„Die Ladeinfrastruktur wird sowohl als Engpass als auch als Chance gesehen.“ Dann gibt es natürlich noch die Interaktion mit dem Stromnetz, und das ist sicherlich eine neue Überlegung“, fügte er hinzu.
Die Veranstaltung befasste sich auch mit der Zukunft kommerzieller Flotten. Mit Blick auf die Zukunft könnten diese weiter in digitale Ökosysteme integriert werden, wobei die Markentreue weniger ein Faktor wird. Stattdessen könnten digital gestützte Rahmenbedingungen bei der Auswahl von Fahrzeugtyp und -marke immer wichtiger werden. Darüber hinaus werden Technologie und KI eine immer wichtigere Rolle spielen.
„Ich denke, einer der ersten KI-Anwendungsfälle wird darin bestehen, Flottenbetreibern dabei zu helfen, die Kraftstoffkosten zu verwalten und zu senken“, sagte Hooker. „Dies wiederum führt zu einer hohen Kapitalrendite in einigen anderen Bereichen.“ „Eine Sache, über die ich später noch mehr hören werde, ist die Routenoptimierung und die Steigerung der Energieeffizienz.“








