Close Menu
Meilleur en Suisse
  • Finanzen
  • Panorama
  • Reisen
  • Scheinwerfer
  • Schweiz
  • Sport
  • Technologie
  • Welt
  • Wirtschaft
  • Wissenschaft
  • Zürich
Im Trend
Frankreich beschlagnahmt fünften russischen „Schattenflotten“-Tanker, der mit dem Ukraine-Krieg in Zusammenhang steht | Russland-Ukraine-Krieg

Frankreich beschlagnahmt fünften russischen „Schattenflotten“-Tanker, der mit dem Ukraine-Krieg in Zusammenhang steht | Russland-Ukraine-Krieg

Juni 26, 2026
Ecuador liefert einen weiteren atemberaubenden WM-Schock. Ist Deutschland zu unsicher, um den Titel zu gewinnen?

Ecuador liefert einen weiteren atemberaubenden WM-Schock. Ist Deutschland zu unsicher, um den Titel zu gewinnen?

Juni 26, 2026
Laut einer Studie lachen Menschen und Affen auf ähnliche Weise

Laut einer Studie lachen Menschen und Affen auf ähnliche Weise

Juni 26, 2026
Facebook X (Twitter) Instagram
Trendthemen:
  • Feuilleton
  • Gesellschaft
  • Mobilität
  • Panorama
  • Pressemitteilung
  • Scheinwerfer
  • Gaza-Krieg
Login
Facebook X (Twitter) Instagram
Freitag, Juni 26
Meilleur en Suisse
Abonnieren Verbinden
  • Finanzen
  • Panorama
  • Reisen
  • Scheinwerfer
  • Schweiz
  • Sport
  • Technologie
  • Welt
  • Wirtschaft
  • Wissenschaft
  • Zürich
Meilleur en Suisse
Startseite » Indien will seine Raketen mit mehreren Atomsprengköpfen bestücken – und beschleunigt das nukleare Wettrüsten
Welt

Indien will seine Raketen mit mehreren Atomsprengköpfen bestücken – und beschleunigt das nukleare Wettrüsten

MitarbeiterBy MitarbeiterMärz 18, 2024
Share Facebook Twitter Pinterest LinkedIn Telegram Email WhatsApp Copy Link
Indien will seine Raketen mit mehreren Atomsprengköpfen bestücken – und beschleunigt das nukleare Wettrüsten

Delhi sieht sich stärker durch China bedroht, als durch seinen Erzrivalen Pakistan.

Indiens Medienkonsumenten mussten dieser Tage eine neue Abkürzung lernen: MIRV. Sie steht für Multiple Independently-targetable Reentry Vehicles. Das ist, einfach gesagt, ein System, das eine ballistische Rakete abfeuert, deren Atomsprengköpfe verschiedene Ziele treffen können.

Der erstmalige Test eines MIRV-Systems mit einer Agni-V-Rakete von einer Insel im Golf von Bengalen aus, verlief vergangene Woche nach Angaben des Verteidigungsministeriums nach Plan. Premierminister Narendra Modi schrieb, er sei stolz auf die beteiligten Wissenschafter.

Stolz schwang auch in vielen Medienberichten mit. Denn Indien tritt in den kleinen Kreis von Nationen ein, welche diese Technologie beherrschen. Neben den nuklearen Supermächten USA und Russland haben Grossbritannien, Frankreich und China Raketen mit MIRVs im Einsatz. Pakistan, Indiens Erzrivale, testete im vergangenen Jahr die Technologie erstmals.

MIRV hat einen destabilisierenden Faktor

MIRV ist keine neue Technologie. Die USA und die Sowjetunion stellten in den 1970er Jahren Systeme in Dienst, die vom Land wie auch von U-Booten aus abgefeuert werden können.

Landgestützte MIRV-Raketen gelten als destabilisierend, weil sie einen Atomstaat zum Erstschlag verlocken könnten: mit einem Treffer auf eine MIRV-Rakete des Gegners können mehrere Gefechtsköpfe auf einmal ausgeschaltet werden. Die beiden verfeindeten Supermächte im Kalten Krieg einigten sich darum in verschiedenen Abrüstungsrunden, die Zahl ihrer MIRV-Systeme zu reduzieren.

MIRV-Raketen haben eine weitere folgenreiche Eigenschaft: Sie sind für Raketenabwehrsysteme schwierig abzufangen. Zwar lässt sich die Flugbahn der Rakete schon im frühen Stadium berechnen, doch welche Ziele die einzelnen Atomsprengköpfe anfliegen, wird erst viel später klar. Diese Ziele können bis zu 1500 Kilometer auseinander liegen. Auch braucht das Abwehrsystem mehr Abwehrraketen, um alle Sprengköpfe abzufangen: Heutige MIRV-Raketen können mit bis zu 16 Sprengköpfen bestückt werden.

Indiens System soll 10 bis 12 Atomsprengköpfe auf einer einzigen Agni-V-Rakete transportieren können. Agni-V hat eine Reichweite von 5000 bis 7000 Kilometern, die exakte Leistung ist geheim. Damit kann Indien jeden Winkel Chinas erreichen, sein zweiter nuklearer Rivale neben Pakistan.

Indien fühlt sich durch China bedroht

Wer sich in Delhi unter Diplomaten und Experten umhört, dem wird klar, wie ernst die Bedrohung durch China angesehen wird. China beansprucht im Himalaja grosse Gebiete, die unter indischer Kontrolle stehen. Der Schock des sogenannten «Galwan-Zwischenfalls» von 2020, bei dem 20 indische Soldaten ums Leben kamen, sitzt tief. Immer wieder fällt in Delhi das Wort «Feind», wenn China zur Sprache kommt.

Dieses China baut seit einiger Zeit sein Atomarsenal stark aus: So hat es rund 300 neue Silos für Interkontinentalraketen erstellt. Seit kurzem ist ständig mindestens ein chinesisches U-Boot mit Atomraketen an Bord in den Tiefen der Ozeane unterwegs.

Die Zahl der chinesischen Atomsprengköpfe ist vermutlich auf rund 500 angestiegen, nachdem sie lange bei rund 200 gelegen war. Das amerikanische Verteidigungsministerium vermutet, dass diese noch stark zunehmen wird.

Verändert sich Indiens nukleare Doktrin?

Peking schweigt sich aus über die Absichten, die es mit der atomaren Aufrüstung verfolgt – was in Ländern wie Indien zusätzliche Verunsicherung auslöst. Denn in Delhi stellt man sich die Frage, ob die eigene nukleare Abschreckung noch genügt.

Die aktuelle nukleare Doktrin Indiens bestehe aus drei Elementen, erklärt Manpreet Sethi vom Centre for Air Power Studies, einer Denkfabrik in Delhi: «Erstens eine glaubhafte minimale Abschreckung, was bedeutet, dass die Anzahl der Atomsprengköpfe nur so gross ist, um sicher zurückschlagen zu können.» Gegenwärtig wird diese auf etwa 165 geschätzt und hat sich in den letzten Jahren kaum verändert.

Dazu komme, so Sethi, zweitens das Versprechen, Atomwaffen nie als erste Partei in einem Konflikt einzusetzen. Wenn das Land sich aber zu einem Gegenschlag gezwungen sehe, werde dieser massiv sein, sagt die Expertin im Gespräch: «Indien glaubt nicht, dass es einen ‹kleinen Atomkrieg› geben kann.»

Wie Indien spricht auch China von einer «glaubhaften, minimalen Abschreckung» und hat eine «No First Use Policy». Doch angesichts der rasch voranschreitenden nuklearen Aufrüstung vermuten immer mehr Experten, dass Peking andere Absichten haben könnte.

Ashley J. Tellis von der Carnegie Endowment for International Peace in Washington wies vor kurzem in einem Interview mit der NZZ darauf hin, dass China über eine wachsende Zahl von Atomwaffen verfüge, die auf dem Schlachtfeld eingesetzt werden können. Diese könnten bei einem konventionellen Konflikt mit Indien zum Einsatz kommen. Es stelle sich daher die Frage, ob sich Peking von seiner No First Use Policy abwende, meint Tellis.

Die Vorgänge in China beeinflussen das indische Denken. Wenn Delhi den Eindruck erhält, dass Peking sein Arsenal in einem Erstschlag so treffen könnte, dass eine glaubwürdige Abschreckung nicht mehr möglich ist, kommt es unter Zugzwang.

Auch ein chinesisches Raketenabwehrsystem, das in Entwicklung sein soll, beeinflusst Indiens Kalkül. Zwar wird das offiziell nicht so formuliert, doch die Entwicklung von MIRV-Technologie könnte unter diesen Prämissen vorangetrieben worden sein.

Ein globales Atomwettrüsten ist im Gang

Indiens Streben nach MIRV-Raketen sei Ausdruck eines globalen atomaren Wettrüstens, schreiben Hans Kristensen und Matt Korda, zwei führende Experten der Federation of American Scientists, einer Organisation, die sich für die Reduktion von Atomwaffen einsetzt. Denn auch China und Grossbritannien setzen die Technologie vermehrt ein. Nordkorea strebe ebenso danach wie Pakistan.

MIRV-Raketen seien auch deshalb gefährlich, weil Atomwaffenstaaten damit die Anzahl ihrer Sprengköpfe schnell erhöhen könnten, schreiben die Experten. Ihr Fazit ist ernüchternd: «Eine Welt, in der fast alle nuklear bewaffneten Länder über signifikante MIRV-Kapazitäten verfügen, ist weitaus gefährlicher als unser heutiges geostrategisches Umfeld.»

Weiter Lesen

Frankreich beschlagnahmt fünften russischen „Schattenflotten“-Tanker, der mit dem Ukraine-Krieg in Zusammenhang steht | Russland-Ukraine-Krieg

Frankreich beschlagnahmt fünften russischen „Schattenflotten“-Tanker, der mit dem Ukraine-Krieg in Zusammenhang steht | Russland-Ukraine-Krieg

Großbritanniens heißester Juni: „Die Bevölkerung hätte darauf vorbereitet sein müssen“ | Wetternachrichten

Großbritanniens heißester Juni: „Die Bevölkerung hätte darauf vorbereitet sein müssen“ | Wetternachrichten

Rutte versucht, den Streit zwischen Trump und der NATO über den Iran vor dem jährlichen Gipfel zu entschärfen | US-israelischer Krieg gegen Iran

Rutte versucht, den Streit zwischen Trump und der NATO über den Iran vor dem jährlichen Gipfel zu entschärfen | US-israelischer Krieg gegen Iran

Was der Elefant weiß | Folge 7 – Sri Lanka | Tierwelt

Was der Elefant weiß | Folge 7 – Sri Lanka | Tierwelt

Ghana jubelt, nachdem es gegen das nervöse England ein 0:0-Unentschieden schaffte | Weltmeisterschaft 2026

Ghana jubelt, nachdem es gegen das nervöse England ein 0:0-Unentschieden schaffte | Weltmeisterschaft 2026

Warum treten die britischen Premierminister immer wieder zurück? | Regierung

Warum treten die britischen Premierminister immer wieder zurück? | Regierung

Redakteurfavoriten

Ecuador liefert einen weiteren atemberaubenden WM-Schock. Ist Deutschland zu unsicher, um den Titel zu gewinnen?

Ecuador liefert einen weiteren atemberaubenden WM-Schock. Ist Deutschland zu unsicher, um den Titel zu gewinnen?

Juni 26, 2026
Laut einer Studie lachen Menschen und Affen auf ähnliche Weise

Laut einer Studie lachen Menschen und Affen auf ähnliche Weise

Juni 26, 2026
Warum Fahrgäste während der Hitzewelle Tickets der Deutschen Bahn erstatten können

Warum Fahrgäste während der Hitzewelle Tickets der Deutschen Bahn erstatten können

Juni 26, 2026
Die Tür der EU steht „Großbritannien offen“, sagt der frühere Brexit-Verhandlungsführer Barnier gegenüber

Die Tür der EU steht „Großbritannien offen“, sagt der frühere Brexit-Verhandlungsführer Barnier gegenüber

Juni 25, 2026
Was wird für Europas neuen EV-Markt prognostiziert?

Was wird für Europas neuen EV-Markt prognostiziert?

Juni 25, 2026

Neueste Nachrichten

Großbritanniens heißester Juni: „Die Bevölkerung hätte darauf vorbereitet sein müssen“ | Wetternachrichten

Großbritanniens heißester Juni: „Die Bevölkerung hätte darauf vorbereitet sein müssen“ | Wetternachrichten

Juni 25, 2026
WM 2026: Die Chancen jedes Teams

WM 2026: Die Chancen jedes Teams

Juni 25, 2026
Das „niedlichste und wildeste“ neue Säugetier wurde in Australien entdeckt

Das „niedlichste und wildeste“ neue Säugetier wurde in Australien entdeckt

Juni 25, 2026
Facebook X (Twitter) Pinterest TikTok Instagram
© 2026 Meilleur en Suisse. Alle Rechte vorbehalten.
  • Datenschutzrichtlinie
  • Nutzungsbedingungen
  • Kontakt

Type above and press Enter to search. Press Esc to cancel.

Sign In or Register

Welcome Back!

Login to your account below.

Lost password?