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Startseite » Militärische Abschreckung für 800 Milliarden Euro? «Für Frieden in Freiheit muss man zahlen. Notfalls mit Schulden», sagt der Ökonom Guntram Wolff
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Militärische Abschreckung für 800 Milliarden Euro? «Für Frieden in Freiheit muss man zahlen. Notfalls mit Schulden», sagt der Ökonom Guntram Wolff

MitarbeiterBy MitarbeiterMärz 19, 2025
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Militärische Abschreckung für 800 Milliarden Euro? «Für Frieden in Freiheit muss man zahlen. Notfalls mit Schulden», sagt der Ökonom Guntram Wolff

Wachgerüttelt von Donald Trump rüstet Europa massiv auf, um Russland abzuschrecken. Dafür wird den EU-Mitgliedsländern ausdrücklich erlaubt, sich zu verschulden. Kritiker befürchten eine neue Schuldenkrise und Inflation.

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In dieser Podcast-Episode:

«Angesichts der Bedrohungen des Friedens und der Freiheit auf unserem Kontinent muss jetzt auch für unsere Verteidigung gelten: ‹whatever it takes›.» Mit diesen Worten gibt der wahrscheinlich nächste Bundeskanzler, Friedrich Merz, Anfang März bekannt, dass Deutschland für alle Verteidigungsausgaben, die 1 Prozent der Wirtschaftsleistung (BIP) übersteigen, Schulden machen wird.

Wenige Tage später doppelt die EU-Kommissions-Präsidentin Ursula von der Leyen nach. Sie kündigt einen Fünfpunkteplan für die Wiederaufrüstung Europas an, der eine Lockerung der Schuldenregeln sowie Anreize zur Steigerung der Verteidigungsaufgaben umfasst. Kosten: 800 Milliarden Euro.

Die EU und ihre Mitgliedsländer sind im Frühjahr 2025 auf dem Weg, eine Verteidigungsunion zu werden. Wachgerüttelt von Donald Trump. Doch ist der Preis, insbesondere für die kommenden Generationen, nicht zu hoch, wenn sich die EU-Mitgliedsländer so massiv verschulden? Guntram Wolff von der Freien Universität Brüssel verneint: «Wenn wir jetzt nicht in die Verteidigung investieren, dann überlassen wir der zukünftigen Generation ein noch viel grösseres Problem, nämlich einen Frieden in Unterwerfung zu Russland.»

Guntram Wolff rechnet damit, dass der Schuldenberg von Deutschland von 60 auf ungefähr 90 Prozent des Bruttoinlandprodukts (BIP) steigt. Das seien Grössenordnungen, die aus makroökonomischer Sicht unproblematisch seien. «Das haben wir in der Vergangenheit schon gesehen.» Wichtig sei, dass der zukünftige Kanzler die Schulden wieder abbaue und die Verteidigungsausgaben je länger, je mehr aus dem regulären Haushalt finanziere.

Alle Episoden von «NZZ Geopolitik: Das grosse Ganze verstehen» finden Sie in dieser Übersicht.

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