Die Einwohnerzahl Zürichs hat einen neuen Höchststand erreicht, doch die Daten offenbaren auch interessante Informationen über Ausländer, die die größte Stadt der Schweiz als „Heimat“ bezeichnen.
Obwohl in den letzten Jahren weniger Kinder in der Stadt geboren wurden (ein Trend, der auch anderswo in der Schweiz zu beobachten ist), lebten Ende 2025 mit 452.421 Menschen mehr Menschen als je zuvor in der Stadt Zürich.
Fast 34 Prozent (genauer gesagt 33,9 Prozent) sind Ausländer, vor fünf Jahren waren es noch 32,3 Prozent.
Das geht aus einer neuen Analyse hervor, die das Statistikamt der Stadt am 6. Februar veröffentlicht hat.
Was verraten diese Daten noch über die Zürcher Ausländer?
Es listet die 10 am häufigsten in der Stadt vertretenen Nationalitäten auf.
Angesichts der Sprache und der geografischen Nähe überrascht es nicht, dass die Deutschen mit 32.600 den mit Abstand größten Anteil der ausländischen Bevölkerung Zürichs ausmachen.
Es folgen Menschen aus Italien (18.106), Spanien (8.734), Portugal (6.907), Frankreich (5.985), Österreich (5.141), Griechenland (3.804), der Türkei (3.535), Polen (3.419) und Eritrea (3.411).
Sie wohnen alle mit einer B- oder C-Bewilligung in Zürich.
Wir wissen auch, wie viele Personen aus diesen 10 Top-Ländern im Jahr 2024 – dem letzten Jahr, für das diese Statistiken verfügbar sind – die Schweizer Staatsbürgerschaft erhalten haben.
Auch hier liegen Personen aus Deutschland an der Spitze (1.385).
Die Staatsbürger Italiens liegen mit 258 Staatsbürgern, die Schweizer Pässe erhalten, zurück, gefolgt von Spanien (171); Frankreich (154); das Vereinigte Königreich (96); Griechenland (87); Ungarn, Russland und Eritrea (81); und Polen (78).
Beachten Sie, dass diese Personen in der Zürcher Statistik 2025 nicht mehr in der Kategorie „Ausländer“ auftauchen, sondern zur restlichen Schweizer Bevölkerung gezählt werden.
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Apropos Einbürgerung …
Zahlen vom Dezember 2025 zeigen, dass die Zürcher Gemeinden im Rahmen des Schweizer Einbürgerungsverfahrens immer weniger auf persönliche Gespräche mit den Bewerbern setzen und die Integration des Bewerbers lieber anhand des Motivationsschreibens beurteilen.
Es handelt sich um eine persönliche Stellungnahme, die dem Einbürgerungsantrag beigefügt wird.
Es sollte in der Amtssprache des Wohnkantons verfasst sein und erklären, warum der Kandidat Schweizer werden möchte.
In einem erfolgreichen Anschreiben wird beispielsweise die Wertschätzung des Kandidaten für die Schweizer Werte, die Lebensart und die Gesellschaft im Allgemeinen dargelegt.
Es sollte auch ihr Engagement oder ihre ehrenamtlichen Aktivitäten in den Angelegenheiten Ihrer Gemeinde erwähnt werden – sei es über einen örtlichen Chor, eine Schule oder eine Feuerwehr.
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Und es gibt weitere Neuigkeiten im Zusammenhang mit der Einbürgerung
Zürich hat nach Genf die zweithöchste Einbürgerungsrate in der Schweiz, es bestehen jedoch zahlenmäßige Unterschiede zwischen reicheren und weniger wohlhabenden Gemeinden.
Tatsächlich bestehen erhebliche Wohlstandsunterschiede.
Wohlhabende Gemeinden rund um den Zürichsee – die sogenannte „Goldküste“ – verzeichnen mehr Anträge, obwohl der Anteil anspruchsberechtigter ausländischer Einwohner gering ist.
LESEN SIE MEHR: Wie Bewohner wohlhabender Zürcher Gegenden eher eine Einbürgerung anstreben
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Was zeigen andere Studien über die Zürcher Ausländer?
Laut einer neuen Analyse der Stadt vom Januar ziehen jedes Jahr rund 40.000 Menschen aus Zürich weg, 55 Prozent (22.000) sind Ausländer.
Die Gründe für die Umzüge wurden in der Studie allerdings nicht genannt.
Es ist daher nicht bekannt, ob die Ausländer in ihre Herkunftsländer zurückgekehrt sind oder einfach in einen anderen Ort innerhalb der Schweiz gezogen sind.
LESEN SIE MEHR: Wie jedes Jahr Tausende Ausländer Zürich verlassen








