Seit einigen Wochen zeigt die israelische Armee im Westjordanland eine neue Härte. Die Methoden ähneln denen in Gaza.
Israel: neue Härte im Westjordanland
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In dieser Podcast-Episode:
Auf dem Markt in Jenin, im Westjordanland, laufen die Geschäfte schlecht. Viele Stände haben geschlossen. Ein Apfelverkäufer erklärt warum: Es herrsche Krieg. Denn nach dem Beginn der Waffenruhe in Gaza habe die israelische Armee im Westjordanland die grösste Operation seit zwanzig Jahren gestartet, berichtet unser Israel-Korrespondent Rewert Hoffer.
Die Bevölkerung berichtet von neuen Methoden – sie ähneln stark denjenigen in Gaza. So erzählt Mohammed Jabareen, ein Bewohner von Jenin, wie ein Lautsprecher auf einer Drohne Anweisungen gab, die Häuser zu verlassen. Als sie aus dem Flüchtlingslager, wo sie leben, hinauswollten, wurde auf sie geschossen. Junge Männer wurden festgenommen. Einer seiner Söhne sei bis heute in Haft, und Jabareen selbst konnte noch nicht in sein Haus zurückkehren.
Die israelische Armee sagt denn auch selbst, sie habe Lehren aus Gaza gezogen. Sie will jetzt auch extremistische Organisationen im Westjordanland eliminieren. Doch wie schon in Gaza dürfte das auch dort schwer zu erreichen sein. «Fest steht: Den Menschen im Westjordanland geht es schon jetzt massiv schlechter», sagt der Korrespondent in der neusten Folge von «NZZ Akzent»
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