Über 30 Prozent der Zürcher Bevölkerung sind Ausländer – etwas mehr als der Schweizer Landesdurchschnitt von 26 Prozent. Wie stehen die Einheimischen zu den Ausländern – und umgekehrt?
Eine Zürcher Publikation hat Einheimische sowie 200 Mitglieder der internationalen Gemeinschaft befragt, um herauszufinden, wie sie miteinander auskommen und auf welche Herausforderungen sie bei der Interaktion stoßen.
Es überrascht nicht (basierend auf anderen anekdotischen Beweisen), dass es für Expats „sehr schwierig ist, mit den Einheimischen in Kontakt zu treten“ und „echte Freundschaften zu schließen, fast unmöglich ist“.
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Der Hauptgrund ist aus Sicht der Zürcher die Sprachbarriere.
Ausländische Befragte waren sich einig, dass gewisse Kenntnisse der Landessprache eine berechtigte Erwartung seien, und viele gaben an, dass sie zwar etwas Deutsch (oder sogar Schweizerdeutsch) sprechen, aber nur auf einem grundlegenden Niveau.
Für den Alltag reiche das aber nicht, für ausführliche Gespräche reiche es nicht, räumten sie ein.
‚Hochnäsig‘
Auf die Frage, wie die Zürcher Einwohner die Expatriate-Gemeinschaft wahrnehmen, antworteten die meisten, dass diese Gruppe gut ausgebildet und gut bezahlt sei, sich aber nicht besonders für das Leben vor Ort interessiere.
Sagen Sie Ihre Meinung: Brauchen Sie Schweizer Freunde, um sich in der Schweiz wirklich wohl zu fühlen?
Manche halten Expats sogar für hochnäsig und unwillig zur Integration.
Die Umfrage scheint dieses Bild zumindest teilweise zu stützen.
Darin wird darauf hingewiesen, dass die Quote des sozialen Engagements innerhalb der ausländischen Gemeinschaft darauf hindeutet, dass etwa zwei Drittel sich nicht sozial in lokale Angelegenheiten wie Sportvereine, Vereine oder Nachbarschaftsinitiativen engagieren.
Diejenigen, die es tun, sagen jedoch, dass dies ihnen dabei hilft, sich einzuleben.
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„Seien Sie weniger rassistisch“
Das denken die Einheimischen.
Und auch wenn sich die meisten Ausländer nicht engagieren, sind sie doch der Meinung, dass die Teilnahme am Leben vor Ort eine gute Idee ist.
Sie wünschen sich jedoch, dass die Einheimischen offener gegenüber Menschen sind, die eine andere Sprache sprechen – oder, wie ein Befragter es ausdrückte, „weniger rassistisch“ seien.
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