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Startseite » «Men having babies» in Berlin: von Vätern, die sich Kinder kaufen wollen
Welt

«Men having babies» in Berlin: von Vätern, die sich Kinder kaufen wollen

MitarbeiterBy MitarbeiterApril 29, 2024
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«Men having babies» in Berlin: von Vätern, die sich Kinder kaufen wollen

In der deutschen Hauptstadt fand eine Messe für homosexuelle Männer statt, die mithilfe von Leihmüttern, Anwälten und Agenturen zu Eltern werden wollen. Ein Besuch.

Die internationale Messe «Men having babies» findet im Berliner Hotel Marriott statt. Sie richtet sich vor allem an homosexuelle Männer, die über den Weg der Leihmutterschaft ein Kind bekommen wollen. Das Publikum in der ersten Etage des Viersternehotels am Potsdamer Platz besteht dementsprechend aus überwiegend jungen Männern: Kaum jemand scheint älter als 45 Jahre zu sein. Besucherinnen kann man an einer Hand abzählen.

Von Leihmutterschaft spricht man, wenn eine Frau ein oder mehrere Kinder für jemand anderen bekommt – fast immer wird sie dafür bezahlt. Trotzdem ist auf den Panels und in den Broschüren, die auf der Messe ausliegen, von «altruistischer Leihmutterschaft» die Rede, also von der «selbstlosen» Schwangerschaft, Geburt und Weggabe eines Kindes.

Von «Frauen» oder gar «Müttern» ist hier wenig zu hören. Sie werden im Slang der Agenturen und Anwälte «gestational carrier» genannt, zu Deutsch etwa «Schwangerschaftsträgerin». Der Begriff «carrier» taucht sonst nur im Logistikbereich auf und meint die Beförderung von Gütern. Gemeint ist wohl, dass die Schwangere nur eine Art Transporteur für die eigentlichen Eltern ist.

Boom in der Leihmutterschaftsbranche

An einem der vielen bunt bestückten Werbestände stellt sich eine breit lächelnde, hochgewachsene Frau aus den USA selbst als «gestational carrier» vor, die drei Familien mit Babys versorgt habe. Sie ist eines der Aushängeschilder, mit denen die freundlichen Agenturangestellten für ihr Geschäft werben.

Dass das Geschäft mit den Leihmüttern boomen muss, wird offensichtlicher, je länger man den Vorträgen im abgedunkelten Seminarraum des Marriott Hotel lauscht. Eine Moderatorin betont, dass Leihmütter nicht für Geld tätig würden. Sie würden nur für ihre Hilfsbereitschaft entschädigt.

Die vertragliche «Kompensation» für «Störung, Unannehmlichkeiten und Risiko» im Zusammenhang mit einer Schwangerschaft beläuft sich in den USA gewöhnlich auf 45 000 bis 55 000 Dollar. Dazu kommen Agenturgebühren, Behandlungskosten für die Schwangere – und potenziell hohe Anwaltskosten, auf die sich auch die deutschen Interessierten gefasst machen müssten. Amerikanische Kunden bezahlen am Ende dieser Transaktion meist mehr als 100 000 Dollar.

Den Begriff Transaktion meiden die Agenten allerdings, wenn sie über die juristischen, ethischen und finanziellen Aspekte der Leihmutterschaft sprechen. Aber ist es denn keine «Transaktion», wenn eine der Agenturmitarbeiterinnen verspricht: «Entweder Sie bekommen Ihr Baby, oder Sie bekommen Ihr Geld zurück»?

Journalisten eher unerwünscht

Während der deutsche Gesetzgeber von «Bestelleltern» spricht, sind im Jargon der Makler die Käufer keine Kunden – sondern «Wunscheltern» auf einer «Reise». Und zwar auf der Reise zu ihrem genetisch eigenen Kind. Zu dieser Verkitschung der schnöden Realität passt, dass in dem lediglich auf Betriebstemperatur erwärmten Saal die Worte «imagine», «connect» und «celebrate» in zu Buchstaben geformten Neonröhren vor der anthrazitfarbenen Wand leuchten.

Eine breite Öffentlichkeit mag die Dinge etwas kritischer sehen. Der Moderator Ron Poole-Dayan ist Vorstandsmitglied von «Men having babies». Er ist mit einem Mann verheiratet und selbst Vater von Zwillingen, die unter Mithilfe einer Leihmutter und aus den Eizellen seiner Schwester entstanden. Als er seine Rede beendet hat, fragt er das Publikum, ob es noch Fragen gebe. Einer von etwa hundert Männern steht auf. Er fragt: «Sind keine Medien eingeladen worden?»

Poole-Dayans Gesicht wird hart. Härter und strenger, als es in der Diskussion um die Sorge über Ausbeutung der Leihmütter war. Er sagt, Medienvertreter hätten durchaus teilnehmen dürfen – allerdings habe man schlechte Erfahrungen mit Journalisten gemacht, die die Messe in einem negativen Licht darstellten. Die Anfrage der Autorin, der hier beschriebenen Veranstaltung als Medienvertreterin beizuwohnen, war jedenfalls abgelehnt worden. In der E-Mail hiess es: «Die Konferenz ist für die Medien nicht zugänglich.»

Bis anhin ist Leihmutterschaft in Deutschland verboten

In Deutschland sind sowohl die altruistische als auch die kommerzielle Leihmutterschaft nach dem Adoptionsvermittlungsgesetz und dem Embryonenschutzgesetz verboten. Allerdings machen sich die Käufer nicht strafbar. Lediglich Betreiber von Vermittlungsagenturen oder Ärzte, die einer Leihmutter einen Embryo einsetzen, der aus einer Eizellenspende entstand, müssen mit Strafverfolgung rechnen.

Unbemerkt von den meisten Teilnehmern im Gebäudeinneren, aber misstrauisch beäugt vom Servicepersonal des Marriott, baut sich vor dem Hoteleingang eine kleine Protestgruppe auf. Es ist 13 Uhr, die Sonne scheint, radikale Feministinnen haben sich versammelt. Sie halten Schilder hoch mit den Gesichtern von Leihmüttern, die während der Schwangerschaft gestorben sind.

Die künstlichen Befruchtungen bedeuteten wegen der vielen Medikamente für den Körper der Frau ein höheres Risiko als eine natürliche Empfängnis, erklärt die Organisatorin, wenn man fragt, warum sie die Gesichter der Frauen zeigten. «Stop surrogacy» liest man in dicken Blocklettern auf einem ihrer Transparente. Vier von ihnen tragen tiefrote Roben und weisse Hauben, die an die verhüllten Sklavinnen aus Margaret Atwoods Roman «Report der Magd» erinnern. In Atwoods Dystopie sind diese Frauen dazu verdammt, die Kinder ihrer Vorgesetzten auszutragen – ob sie wollen oder nicht.

Regierung hat keine Bedenken bei Leihmutterschafts-Messe

Auf die Frage der NZZ, ob die Regierungskoalition in Deutschland Kritik an der Veranstaltung nachvollziehen könne, äusserten weder Vertreter der SPD, der Grünen noch der FDP Einwände. Ein Sprecher des Bundesjustizministeriums sagte, es gebe keinen Anlass, «diesen Sachverhalt zu kommentieren». Auch eine Nachfrage an die SPD-Innensenatorin des Landes Berlin Iris Spranger blieb unbeantwortet.

Falls Besucher der Messe sich über die Legalität ihrer Pläne tiefergehende Sorgen machen, erfährt man an diesen Tagen jedenfalls nichts davon. Eher scheint es so, dass die Anwesenden die Idee, auf komfortablem Weg ein Kind zu erhalten, voll und ganz befürworten. Im Anschluss an den Programmpunkt «Rechtliche Aspekte» schildern mehrere Teilnehmer ihre persönliche Situation und versuchen, von einem der Anwälte auf der Bühne eine schnelle Rechtsberatung zu erhalten.

Ein Beispiel: die Frage eines fülligen Mannes um die 30 im gelb-schwarzen Karohemd. Er sei ein Grieche, der in Deutschland lebe, sagt er. Ob es ausreiche, wenn er bei den deutschen Behörden für ein in Griechenland von einer Leihmutter geborenes Kind den Personalausweis vorzeige, um die Vaterschaft anzuerkennen? Er sei ja schliesslich EU-Bürger. Ein russisches Paar, das mit Aufenthaltserlaubnis in Berlin lebt, will wissen, wie weit es mit dem Projekt Kind ohne deutsche Staatsbürgerschaft komme.

Webinar für «HIV-positive Dads»

In Gesprächen ausserhalb des Saals wird unverblümt erörtert, welcher Weg zum Elternglück der preiswerteste wäre. Die Möglichkeit, mit einer lesbischen Frau ein Kind zu bekommen, also sozusagen ohne Zwischenhändler, sei mit Abstand die billigste, sagt ein junger Mann, der stark nach IT-Entwickler aussieht. Allerdings wisse man dann nie, ob die Frau nicht doch noch einen Partner kennenlerne und das Kind plötzlich für sich behalten wolle. Man sei ein Leben lang «an die Frau gekettet».

Nur einen Gang weiter findet während der Mittagszeit ein einstündiger Workshop mit dem Titel «Ratschläge für angehende alleinerziehende Väter» statt. Es ist nur eine von vielen erstaunlichen Zielgruppenveranstaltungen, die man auf dem Baby-Haben-Kongress entdeckt. Ein Webinar richtet sich zum Beispiel an «HIV-positive Dads», ein anderes bereitet explizit auf Geburt und Klinikbesuch vor – die werdenden Väter, wohlgemerkt, nicht die Schwangeren.

Bei einem anderen Seminar geht es darum, wie man den Kindern später erklärt, woher sie kommen. Es sei besonders wundervoll, wenn ein Kind «von seiner Geschichte» erfahre, sagt einer der Panel-Teilnehmer ergriffen. Eines dieser Kinder ist ein Mädchen mit blondem Schopf, das von seinen Vätern zur Messe mitgenommen wurde. Im Sichtfeld der Männer, die sich mit einem anderen gleichgeschlechtlichen Paar unterhalten, spielt es mit einer Regenbogenflagge, die hier an jeder Ecke zu finden sind. Am Ende des langen Nachmittags rennt es begeistert auf eine der wenigen anwesenden Frauen zu, die sich in einen Sessel in der Nähe gesetzt hat. Aber das liegt sicher nicht daran, dass es eine weibliche Identifikationsfigur sucht.

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