Angesichts der Kombination aus Sommerreisen und neuen EES-Grenzkontrollen raten Schweizer Flughäfen den Passagieren, sich auf längere Warteschlangen vorzubereiten und mehr Zeit für die Bewältigung von Verspätungen einzuplanen.
Schweizer Flughäfen raten Reisenden, sich im Sommer auf lange Warteschlangen vorzubereiten, mit erhöhten Wartezeiten und besonderen Bedenken hinsichtlich Passagieren, die von außerhalb Europas aufgrund neuer Grenzregeln ankommen.
Da die Hauptreisesaison bereits begonnen hat und bis in den August hinein andauern wird, weisen die drei wichtigsten internationalen Flughäfen der Schweiz (Zürich, Genf und Basel EuroAirport) alle Passagiere auf längere Wartezeiten bei der Passkontrolle aufgrund einer voraussichtlich geschäftigen Sommersaison in Verbindung mit neuen Einreise-/Ausreisekontrollen (EES) hin.
Dies betrifft insbesondere diejenigen, die in den Schengen-Raum reisen oder von dort kommen.
Europäische Flughafen- und Luftfahrtverbände haben die Europäische Kommission erneut aufgefordert, sofort Maßnahmen zu ergreifen, da sie warnen, dass das neue digitale Einreise-/Ausreisesystem (EES) in diesem Sommer für Millionen von Menschen ein Reisechaos und Elend bedeuten könnte.
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Reisende, die in die Schweiz kommen und gehen, können sich auf der Website jedes Flughafens über die aktuellen Wartezeiten beim Check-in, bei der Sicherheitskontrolle und bei der Passkontrolle informieren.
In der Mitteilung von Zurich heißt es: „Die Sommerferien gehören zu den verkehrsreichsten Zeiten am Flughafen Zürich. An Spitzentagen werden am Flughafen Zürich regelmässig über 110.000 Passagiere erwartet.“
„Eine gute Vorbereitung trägt dazu bei, Wartezeiten zu verkürzen und sorgt für einen entspannten Start in die Ferien. Wo möglich ist es ratsam, automatisierte Dienste zu nutzen, um Wartezeiten zu verkürzen“, heißt es weiter.
Der EuroAirport Basel weist darauf hin, dass die Passagiere angesichts der „bald beginnenden Sommerferien im Dreiländereck“ bedenken sollten, dass der EuroAirport „in den kommenden Wochen daher mit einem starken Anstieg des Passagieraufkommens rechnet“.
Mit Blick auf längere Warteschlangen empfiehlt das französisch-schweizerische Reisedrehkreuz, dass „eine frühe Ankunft am Flughafen dringend empfohlen wird“.
„Während der Sommerferien ist am EuroAirport mit einem sehr hohen Passagieraufkommen zu rechnen. Dies führt zwangsläufig zu längeren Wartezeiten an den Kontrollpunkten sowohl bei Abflügen als auch bei Ankünften. Eine frühzeitige Ankunft am Flughafen – mindestens zwei Stunden vor Abflug – wird daher dringend empfohlen“, heißt es weiter.
Der Flughafen Genf empfiehlt diesen Sommer noch mehr Zeit, um Verspätungen zu vermeiden: „Wir empfehlen dringend, früh genug am Flughafen zu sein, idealerweise drei Stunden vor Abflug, oder den Empfehlungen Ihrer Fluggesellschaft zu folgen. Am Wochenende ist eine vorausschauende Planung besonders wichtig.“
„Der Sommer 2026 zeichnet sich für eine geschäftige Saison am Flughafen Genf ab, da im Juli und August viele Passagiere erwartet werden“, heißt es und fügt hinzu: „In diesem Sommer bietet der Flughafen Genf mehr als 120 Direktziele, die von fast 50 Linienfluggesellschaften angeflogen werden.“
Verzögerungen beim neuen Einreise-/Ausreisesystem (EES).
Zusätzlich zur Hauptreisezeit werden die Schweizer Flughäfen auch mit einem Anstieg der Passagierzahlen durch die neuen biometrischen Grenzregeln zu kämpfen haben, was den Reiseverkehr in den wichtigsten Reisedrehkreuzen des Landes bereits beeinträchtigt.
Das europäische biometrische Registrierungssystem, bekannt als Entry/Exit System (EES), hat seit seiner Einführung zu erheblichen Verzögerungen an Schweizer Flughäfen geführt.
Das System richtet sich an Reisende von außerhalb des Schengen-Raums, also an Staatsangehörige anderer Länder als der EU oder der EFTA (Norwegen, Island und Lichtenstein).
Für sie ist die Einreise in den Schengen-Raum über die Schweiz (wie auch über jedes andere Mitgliedsland) mit einer digitalen Grenzkontrolle verbunden, bei der ihre Identität überprüft und ihre Ankunft registriert wird.
Sie müssen ihren Reisepass scannen lassen, ihr Gesicht fotografieren lassen und an einem dafür vorgesehenen Kiosk an den drei internationalen Flughäfen der Schweiz: Zürich, Genf und Basel vier Fingerabdrücke abgeben.
Das System funktioniert im gesamten Schengen-Raum gleich.
Ein Sprecher des Flughafens Zürich berichtete im Juni, dass die Wartezeiten in Warteschlangen in EES-Richtung teilweise eine Stunde überschreiten.
In Genf erklärte das für die Passkontrollen zuständige Bundesamt für Zoll und Grenzsicherheit (BAZG), dass das EES-System insgesamt gut funktioniere, allerdings seien die Wartezeiten gestiegen.
Es ist nicht das erste Mal, dass sich in der Hauptreisezeit an den EES-Kiosken an Schweizer Flughäfen lange Warteschlangen bilden.
Im Februar, der Hauptskisaison in der Schweiz, wurden am Flughafen Genf Engpässe gemeldet, als zahlreiche Nicht-EU-/EFTA-Ausländer, insbesondere aus dem Vereinigten Königreich, „manchmal bis zu zweieinhalb Stunden auf die Einreise warten mussten“, berichteten Berichte des öffentlich-rechtlichen Senders RTS.
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