Am Mittwoch um 11 Uhr beginnt ein zweitägiger Streik im öffentlichen Nahverkehr in München. Hier erfahren Sie, welche Auswirkungen es auf die Passagiere hat und wie Sie sich fortbewegen können.
Die Münchner U-Bahnen, Busse und Straßenbahnen stehen am Mittwoch still, da die Gewerkschaft Verdi zu einem zweitägigen Streik im öffentlichen Nahverkehr aufgerufen hat.
Der Streik beginnt um 11 Uhr und dauert bis Freitag, 4 Uhr.
Es ist Teil einer laufenden gezielten Arbeitskampfmaßnahme, die mehrere verschiedene Städte in deutschen Bundesländern betrifft, während die Tarifstreitigkeiten zwischen Verdi und Arbeitgebern andauern.
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Mit wie vielen Störungen müssen die Münchner rechnen?
Nach Angaben der Münchner Verkehrsbetriebe (MVG) wird der Streik das U-Bahn-Netz, die Straßenbahnen und alle Buslinien im Stadtgebiet bis zur Linie 199 betreffen.
Es wurde erwartet, dass die Dienste am Mittwoch bis 9 Uhr wie gewohnt weiterlaufen, bevor sie schrittweise eingestellt werden und der Streik um 11 Uhr beginnt.
In einer Erklärung der MVG heißt es jedoch, dass die Fahrgäste auf der Straße möglicherweise nur eingeschränkte Busverbindungen sehen, „da die im Auftrag der MVG tätigen privaten Busunternehmen vom Streik nicht betroffen sind“.
Der Verkehrsbetreiber ergänzte: „Vorrangig geht es darum, die verfügbaren Busse möglichst gleichmäßig im Netz zu verteilen.“
„Sie stellen die Grundversorgung im gesamten Stadtgebiet sicher. Allerdings kann es je nach Fahrgastaufkommen und Verkehrslage zu erheblichen Beeinträchtigungen kommen.“
MVG fügte hinzu, dass, wenn sich während des Streiks genügend Mitarbeiter zum Dienst melden, „der Straßenbahnverkehr auf einzelnen Linien wieder aufgenommen werden kann – beginnend mit Linie 20“.
Bei der U-Bahn werde der Betrieb auf den Linien U3 und U6 je nach Personalverfügbarkeit abschnittsweise schrittweise wieder aufgenommen, teilten die Beamten mit.
Was sind meine anderen Optionen?
Da die Deutsche Bahn an diesem Streit nicht beteiligt ist, verkehren Regional- und ICE-Züge sowie das Münchner S-Bahn-Netz während des Arbeitskampfs wie gewohnt.
Allerdings kann es vor allem zu den Hauptverkehrszeiten in den S-Bahnen zu Überfüllungen kommen.
Weitere Möglichkeiten sind zu Fuß zu gehen (sofern die Strecke überschaubar ist), ein Fahrrad zu nehmen, einen E-Scooter zu mieten oder ein Taxi oder Uber zu nehmen.
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Am Mittwoch und Donnerstag kann es schwierig sein, sich in München fortzubewegen. (Foto von Christof STACHE / AFP)
Was passiert, wenn ich aufgrund von Streiks zu spät zur Arbeit komme?
In Deutschland sind Arbeitnehmer grundsätzlich dafür verantwortlich, auch bei Verkehrsstörungen pünktlich zur Arbeit zu kommen.
Die Vorgesetzten sind jedoch möglicherweise mitfühlend. Sprechen Sie daher mit ihnen, um Optionen zu besprechen, wenn Sie Schwierigkeiten haben.
F&A: Welche Regeln gibt es in Deutschland, wenn man aufgrund von Streiks zu spät zur Arbeit kommt?
Was ist mit dem Champions-League-Spiel?
Zehntausende Fans sind zum Champions-League-Spiel zwischen Bayern München und Atalanta in München.
Sie haben jedoch einige Möglichkeiten, zum und vom Spiel in der Allianz Arena zu gelangen, das am Mittwoch um 21 Uhr beginnt.
Wie erwähnt strebt die MVG eine schrittweise Wiederaufnahme des Betriebs auf den Linien U3/U6 an, wobei der Abschnitt zwischen Innenstadt und Fröttmaning Vorrang haben soll. „Damit wird die Allianz Arena abends mit der U-Bahn erreichbar sein“, teilte die MVG mit.
Für die Fahrt zum Stadion steht ab 18.30 Uhr außerdem ein kostenloser FC Bayern-Shuttlebus zur Verfügung, der zwischen der S-Bahn-Station Donnersbergerbrücke und dem Kieferngarten verkehrt. Von dort ist die Allianz Arena fußläufig über die Kieferngartenstraße erreichbar. Nach dem Spiel verkehren Busse vom Kieferngarten zum Stachus.
Gibt es sonst noch etwas, was ich wissen sollte?
Auch in anderen Teilen Bayerns kommt es in Dachau zu Streiks, am Mittwoch verkehren keine Stadtbusse und in Landshut werden voraussichtlich nur wenige Busse des öffentlichen Nahverkehrs verkehren.
In anderen bayerischen Städten, darunter Nürnberg, Augsburg und Regensburg, kommt es am Donnerstag zu Verkehrsstreiks.
Unterdessen kommt es diese Woche auch in anderen Teilen Deutschlands zu verschiedenen Streiks. Auch am Donnerstag kommt es beispielsweise in Brandenburg und Hamburg zu Störungen im Bus- und Bahnverkehr.
Diese Warnstreiks sind Teil der Tarifverhandlungen für Transportarbeiter in den 16 Bundesländern.
Verdi kämpft für bessere Arbeitsbedingungen für seine Mitglieder, etwa kürzere Wochen- und Schichtzeiten, längere Ruhezeiten und höhere Zuschläge für Nacht- und Wochenendarbeit.








