Es war in letzter Zeit wieder eine Woche und ein weiterer Streik im öffentlichen Nahverkehr im deutschen Freistaat Bayern. Hier sind am Dienstag Fahrgäste von einem eintägigen Warnstreik betroffen.
Fahrgäste im Nahverkehr in Bayern müssen sich auf Verkehrsstreiks am Dienstag, 14. April, einstellen, die zu erheblichen Beeinträchtigungen des U-Bahn-, Straßenbahn- und Zugverkehrs in mehreren Großstädten des südlichen Bundeslandes führen werden.
Die Gewerkschaft Verdi hat zu ganztägigen Warnstreiks bei kommunalen Verkehrsbetrieben in München, Nürnberg und anderen Städten aufgerufen.
Der Arbeitskampf soll ab Betriebsbeginn am frühen Dienstagmorgen beginnen und bis 3.30 Uhr am Mittwochmorgen dauern.
Wo sind am Dienstag Streiks in Bayern geplant?
Neben den beiden bevölkerungsreichsten Städten des Landes (München und Nürnberg) wurden Verkehrsstreiks auch in Augsburg, Regensburg, Fürth, Bayreuth, Dachau, Passau, Landshut und Schweinfurt angekündigt.
Auch Aschaffenburg ist von dem Streik betroffen, ernsthafte Beeinträchtigungen seien für die Fahrgäste dort aber nicht zu erwarten, hieß es von Verdi.
Wie werden Passagiere betroffen sein?
Pendler und tägliche Fahrgäste des öffentlichen Nahverkehrs müssen für Dienstag alternative Verkehrsmittel einplanen, insbesondere in München, wo die Mitarbeiter beider Unternehmen tätig sind Stadtwerke München (SWM) und Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) sind auffällig.
Hier ist mit erheblichen Einschränkungen auf den U-Bahn-, Straßenbahn- und Buslinien zu rechnen.
S-Bahnen, Regionalzüge und MVV-Regionalbuslinien sind hingegen nicht betroffen.
Wie bei Streiks in München üblich, kündigte die MVG an, einen Notfahrplan mit Vorrang auf der Straßenbahnlinie 20 und der U-Bahn-Linie U6 zu erstellen.
Welche Linien verkehren, können Fahrgäste hier mit der Online-Verbindungssuche der MVG oder in der MVGO-App einsehen.
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Auch in Nürnberg und den anderen streikenden Städten kommt es zu erheblichen Beeinträchtigungen bei U-Bahnen, Straßenbahnen und Bussen, S-Bahnen sowie Regionalzüge und Busse verkehren jedoch wie gewohnt.
Der Nürnberger Streikfahrplan orientiert sich an den Linien des städtischen NightLiner-Busnetzes, mit stündlichem Takt auf den Linien N1 – N15 und N61, auf einigen Linien im 20- oder 30-Minuten-Takt. Weitere Informationen finden Sie hier.
In Regensburg wurde bereits am Freitag der bevorstehende Streik angekündigt, auch dort und in anderen betroffenen Städten soll ein Notfallfahrplan aufgestellt werden.
Oftmals kann der Busverkehr in betroffenen Gebieten zumindest teilweise mit Fahrzeugen externer Dienstleister aufrechterhalten werden. U-Bahnen und Straßenbahnen bleiben jedoch während Warnstreiks häufiger komplett geschlossen.
Further disruptions in Baden-Württemberg and Saarland
Der Tarifstreit ist in Baden-Württemberg zumindest auf Landesebene beigelegt.
In Ulm wurde jedoch für den 13. und 14. April ein zweitägiger Warnstreik beim städtischen Anbieter SWU mobil angekündigt, wobei auch hier für die Fahrgäste am Montag und Dienstag mit erheblichen Einschränkungen zu rechnen ist.
Im Saarland drohen weiterhin unbefristete Streiks der Busfahrer. Es wurden neue Verhandlungstermine festgelegt, es wird jedoch erwartet, dass die Mitarbeiter über weitere Unterbrechungen abstimmen.
Die Streiks werden fortgesetzt, bis die Verhandlungen abgeschlossen sind
Diese Warnstreikwelle steht im Vorfeld der fünften Verhandlungsrunde für Arbeitnehmer in Bayern in diesem Jahr.
Verdi übt Druck auf die Arbeitgeber aus und hat Berichten zufolge seine Forderungen auf eine Lohnerhöhung von 550 Euro in zwei Schritten über einen Zeitraum von 24 Monaten sowie eine Reduzierung der Wochenarbeitszeit reduziert.
Die Arbeitgeber sagten, sie hätten ihr Angebot ebenfalls verbessert, lehnten die Forderung der Gewerkschaft jedoch als „unrealistisch“ ab.
Der Passagierverkehr ist seit Jahresbeginn von einer langen Serie von Warnstreiks betroffen, zuletzt in der vergangenen Woche unter anderem in Nürnberg, Bayreuth und Bamberg.








