Der deutsche Reiseriese TUI sagte am Dienstag, er plane, Tausende von Touristen, die aufgrund des Nahostkriegs auf zwei Kreuzfahrtschiffen im Golf gestrandet waren, nach Hause zu fliegen.
Die Schiffe befinden sich in Abu Dhabi in den Vereinigten Arabischen Emiraten und in Doha, Katar.
Nach Angaben des Deutschen Schifffahrtsverbandes befördern sie insgesamt rund 7.000 Passagiere und Besatzungsmitglieder.
„Rückführung ist unsere Verantwortung, die wir sehr ernst nehmen“, sagte TUI-Chef Sebastian Ebel gegenüber dem öffentlich-rechtlichen Sender ZDF.
Er sagte, das Unternehmen arbeite mit Fluggesellschaften wie Etihad, Emirates und Qatar Airways zusammen.
„Alles ist organisiert, aber wenn man 5.000 Kunden auf Schiffen hat und jedes Flugzeug nur 200 Sitzplätze hat, braucht es Zeit.“
Getrennt sprechen NTVLaut Ebel habe TUI insgesamt etwa 10.000 Kunden im Urlaub in der Region gehabt, darunter auch solche, die nicht auf Kreuzfahrtschiffen, sondern in Hotels übernachteten.
„Wir hoffen, dass wir heute mit der Rückführungsaktion beginnen können“, sagte er.
Auch Tuifly, die firmeneigene Fluggesellschaft, habe Flugzeuge bereitgehalten, um „sobald wir die Erlaubnis erhalten, dorthin zu fliegen und die Kunden so schnell wie möglich abzuholen“, sagte er.
Touristen waren von der größten Störung des weltweiten Reiseverkehrs seit der Covid-Pandemie betroffen, nachdem die USA und Israel den Iran angegriffen und dabei den obersten Führer Ayatollah Ali Khamenei getötet hatten, und Teheran gegen mit den USA verbundene Ziele im Nahen Osten reagierte.
Insgesamt sind rund 30.000 deutsche Touristen im Nahen Osten gestrandet, während Tausende Flüge gestrichen wurden.
Die deutsche Regierung sagte am Montag, sie werde Charterflüge nach Saudi-Arabien und Oman schicken, um die am stärksten gefährdeten Reisenden, darunter Kinder, ältere Menschen und schwangere Frauen, zu evakuieren.
Das Außenministerium erklärte, es arbeite mit TUI, der Airline-Gruppe Lufthansa und dem Deutschen Reiseverband zusammen.








