Berlin erhält eine neue S-Bahn-Linie, die S15, die zunächst zwischen Gesundbrunnen und Hauptbahnhof verkehren wird. Die Eröffnung der kurzen Verbindung ist für Ende März geplant und soll Teil einer künftigen längeren Nord-Süd-Verbindung sein.
Berlin soll eine neue S-Bahn-Verbindung eröffnen.
Die lang erwartete S15 verbindet die S-Bahnhöfe Gesundbrunnen und Wedding mit dem Berliner Hauptbahnhof (Hauptbahnhof) durch einen neu gebauten U-Bahnsteig unter der Invalidenstraße, soll am 30. März den regulären Betrieb aufnehmen.
Für einige Berliner wird die neueste und kürzeste S-Bahn-Linie der Stadt eine nützliche neue Verbindung eröffnen, für andere könnte sie als teure Erinnerung daran angesehen werden, dass die Stadt weiterhin Lösungen für morgen entwickelt, die auf Entscheidungen basieren, die vor Jahrzehnten getroffen wurden.
Wer profitiert von der neuen Linie?
Für einige Bewohner im Westen Berlins wird die Eröffnung der S15 unmittelbar von Nutzen sein, da sie eine direkte Verbindung von nach Berlin ermöglicht Hauptbahnhof nach Gesundbrunnen und Wedding, was dem Hauptbahnhof seit seiner Eröffnung fehlt.
Dies erleichtert auch den Menschen im Nordwesten der Stadt die Anreise zum Flughafen. Seit Dezember letzten Jahres hält der Flughafenexpress FEX nicht mehr am Gesundbrunnen. Mit der S15 haben Passagiere aus Richtung Gesundbrunnen einen direkten Anschluss an die Flughafenverbindungen vom Hauptbahnhof.
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Die S15 endet am Gleis 22 eines neu errichteten U-Bahnsteigs am Berliner Hauptbahnhof. Weiter südlich unter dem Europaplatz ist ein größerer, zentralerer S-Bahnhof geplant, die Fahrgäste werden vorerst jedoch einen Interimsbahnsteig nutzen.
Die S15 soll tagsüber im 10-Minuten-Takt mit vierteiligen Zügen verkehren.
Wird die neue Linie pünktlich eröffnet?
Die Eröffnung der Verbindung ist für den 30. März geplant.
Der Fahrplan steht bereits in den Fahrplanauskunfteien, der Probebetrieb ist geplant und ein historischer Museumszug soll am 29. März – einen Tag vor der Aufnahme des Linienverkehrs – die Fahrgäste auf der Strecke befördern.
Die Deutsche Bahn wird den Starttermin erst dann offiziell bestätigen, wenn die endgültige technische Genehmigung vorliegt. Die Entscheidung wird für den 16. März erwartet.
Die Eröffnung des S15 war zuvor mehrfach verschoben worden. Frühere Verzögerungen wurden auf Probleme zurückgeführt, die von Notstromversorgungen und Rauchabzugssystemen bis hin zu sich ändernden Sicherheitsstandards reichten.
Von S15 bis S21
Die S15 ist als Teil eines größeren Nord-Süd-S-Bahn-Korridors konzipiert.
Die sogenannte S21 soll den Norden und Süden Berlins mit einer direkten Linie zwischen Wedding und Yorckstraße über Hauptbahnhof, Potsdamer Platz und Gleisdreieck sowie einen neuen Bahnhof in Mitte (Perlerberger Brücke) verbinden.
Im nächsten Bauabschnitt wird die Strecke vom Hauptbahnhof bis zum Potsdamer Platz verlängert. Derzeit strebt die Deutsche Bahn eine Inbetriebnahme der Strecke im Jahr 2036 an.
Im dritten Bauabschnitt ist eine Weiterführung vom Potsdamer Platz über das Gleisdreieck bis zu den Stationen Yorckstraße und Yorckstraße Großgörschenstraße geplant – potenziell bis 2037.
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Jahrzehntelange Entwicklung
Seit 1992 wird ein Nord-Süd-S-Bahn-Projekt für Berlin diskutiert. Der Bau dieses ersten Abschnitts begann im Jahr 2010 und sollte ursprünglich bis 2017 abgeschlossen sein.
Die Gründe für die Verzögerungen waren vielfältig: Genehmigungsprobleme, geänderte Sicherheitsstandards, Probleme mit der Notstromversorgung, zusätzliche technische Anforderungen, Fachkräftemangel und die Notwendigkeit von Nacharbeiten.








